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Argusaugen gefragt: Litauen röntgt Waggons aus Belarus

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Von Euronews mit dpa
Das Röntgenzentrum an der Grenze zu Belarus
Das Röntgenzentrum an der Grenze zu Belarus   -   Copyright  screengrab LTLT via EVN   -  

Da rollt die Fracht, die unkontrolliert nicht nach Litauen eingeführt werden darf. Am Grenzübergang Kena zu Belarus ist ein Röntgenprüfsystem installiert worden. Die Anlage soll effizientere Kontrollen ermöglichen und helfen, den Schmuggel von Waren einzudämmen. 

Seit der Krise durch illegale Grenzübertritte aus Belarus im Spätsommer vergangenen Jahres hat der Schmuggel nach litauischen Grenzschutzangaben im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zugenommen.

Die stellvertretende Generakldirektorin des litauischen Zolls, Dovile Kraulaidiene, erläuterte das neue Verfahren: "Das Besondere an dem Gerät ist, dass es einen fahrenden Zug mit einer Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern scannen kann, so dass der Zug seine Geschwindigkeit nicht verringern muss. Das Scannen ist schnell, und man kann innerhalb einer Stunde qualitativ hochwertige Bilder zur Überprüfung erhalten."

Fünf Millionen Euro investiert

Im schwelenden Konflikt mit Belarus hatte die Europäische Union Sanktionen gegen Belarus verhängt, die auch den Warenverkehr betreffen. Nach Angaben des liatuischen Grenzschutzes fahren täglich zwischen vier und acht Güterzüge von Belarus nach Litauen. Die Röntgenanlage kostete 5,6 Millionen Euro.

Die litauische Finanzministerin Gintare Skaiste hegt große Hoffnungen auf eine Refinanzierung, denn: "Wir glauben, dass diese Aussttung dazu beiträgt, Schmuggel zu unterbinden, was eines der Hauptziele ist. Sie wird aber auch den Interessen unserer nationalen Sicherheit dienen."

Nach litauischen Angaben entdeckt der Grenzschutz nahezu wöchentlich große Mengen von Schmuggelware aus Belarus. Der Wert der sichergestellten Waren habe im vergangenen Jahr 81 Millionen Euro betragen. Zwischen Januar und August des laufenden Jahres waren es über 23 Millionen.

Weitere Quellen • LTLT