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SPD in Niedersachsen klar vor der CDU - Rot-Grün wahrscheinlich

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Von Euronews  mit dpa
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, feiert den Sieg bei der Landtagswahl
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, feiert den Sieg bei der Landtagswahl   -   Copyright  Bernd von Jutrczenka/dpa

Bei der Landtagswahl in Niedersachsen ist der Hochrechnung von "infrast dimap" zufolge die SPD, trotz Verlusten stärkste Kraft geworden. Die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Stephan Weil kommen derzeit auf 33,4 Prozent, die Christdemokraten von Herausforderer Bernd Althusmann holen 28,1 Prozent - ihr schlechtestes Ergebnis seit den 50er Jahren.

Grüne und AfD stark verbessert, FDP draußen

Die Grünen legen dagegen deutlich zu und landen mit 14,5 Prozent auf Platz drei. Die rechtspopulistische AfD kann sich in Niedersachsen erheblich verbessern und kommt auf 10,9 Prozent. Die FDP fliegt, nach fast zehn Jahren, mit 4,7 Prozent aus dem Landtag.

Die Linke kommt auf 2,7 Prozent und scheitert, wie 2017, mit dem Einzug in das Landesparlament. Sie war bisher nur einmal (2008-2013) im niedersächsischen Landtag vertreten.

Rot-Grün könnte Große Koalition ablösen

Damit ergebe sich folgende Sitzverteilung im Landesparlament: SPD 55 Mandate, CDU 46, Grüne 23, AfD 18. Damit wäre eine Neuauflage von Rot-Grün möglich, wie sie Weil angestrebt hatte. Weil hatte seit der Wahl 2017 in einer großen Koalition mit der CDU regiert, weil es wegen der Stimmenverluste der Grünen für eine Fortsetzung der seit 2013 regierenden Koalition mit der Ökopartei nicht gereicht hatte.

Die Prognosen bedeuten auch eine Rückenstärkung für Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Denn auf nationaler Ebene sind die Sozialdemokraten in den Umfragen abgesackt, nachdem sie im vorigen Jahr die Bundestagswahl gewonnen hatten. In Niedersachsen profitierte die SPD nach allen Umfragen vor allem von der Popularität des Landesvaters.