Auch König Mohammed VI. feierte mit - Fans bejubeln Marokkos WM-Triumph

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Von Euronews mit dpa, AP
Marokkanischer Fan im Höhenflug in Mailand
Marokkanischer Fan im Höhenflug in Mailand   -   Copyright  LaPresse/LaPresse via AP

Ob Tanger, Casablanca oder Rabat - alle marokkanischen Städte standen Kopf nach dem historischen WM-Viertelfinaleinzug der Nationalelf. Auch die Limousine von König Mohammed VI. mitsamt dem Monarchen auf der Rückbank versank auf offener Straße in Rabat im Freudentaumel.

Und in Katar ließen sich die Löwen vom Atlas vor dem Mannschaftshotel in Doha für den Sieg im Elfmeterschießen gegen den Favoriten aus Spanien feiern. Die Marokkaner sind die letzte verbliebene arabische Mannschaft im Wettbewerb. 3:0 nach Elfmeterschießen hieß es für den Außenseiter nach 120 torlosen Minuten. 

Den entscheidenden Elfmeter verwandelte Achraf Hakimi, ein Jugendfreund von Frankreichs Star Kylian Mbappé und ehemaliger Profi von Borussia Dortmund. Beide stammen aus Bondy nahe Paris.

Weniger schön: marokkanische Fans in Paris sorgten für ein Verkehrschaos. Ähnliche Szenen spielten sich auch in anderen französischen Städten ab. Und in Brüssel, Amsterdam und Rotterdam wiederholten sich Ausschreitungen wie nach den vorangegangenen Gruppenspielen Marokkos. In Rotterdam berichtete die Polizei von 35 Festnahmen, in Amsterdam kamen mindestens 10 Personen in Polizeigewahrsam. 

Gespaltenes Madrid

In Madrid feierten zahlreiche marokkanischstämmige Fans auf dem zentralen Platz Puerta del Sol und ließen ihrer Freude die ganze Nacht durch freien Lauf. In Spanien leben rund 800 000 marokkanischstämmige Menschen.

Mit Fassungslosigkeit reagierte dagegen die spanische Fußballgemeinde auf das unerwartete Ausscheiden des ehemaligen Welt-und Europameisters.Totengräberstimmung herrschte bei den zahlreichen Public Viewings in der spanischen Hauptstadt.

Endstation Achtelfinale hieß es wie schon bei der WM 2018 gegen Gastgeber Russland. Und wie damals verlor La Roja erneut im Elfmeterschießen die Nerven. Ähnlich wie die deutsche Nationalelf steht Spanien jetzt vor einer grundlegenden Analyse des unerwarteten Scheiterns.