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Reiseboom durch KPop Demon Hunters: warum Set-Jetter jetzt Seoul als Ziel wählen

Die Einkaufsstraße Myeongdong in Seoul bei Nacht
Einkaufsstraße Myeongdong in Seoul bei Nacht Copyright  Cityintake/Pexels
Copyright Cityintake/Pexels
Von Indrabati Lahiri
Zuerst veröffentlicht am
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Wer nach Seoul reist, entdeckt vor allem lebendige Viertel, spannende Museen und traditionelle Spa-Rituale – ein Muss für viele Fans der Stadt.

Reisen nach Seoul auf den Spuren von Filmsets erleben einen starken Boom. Auslöser ist der weltweite Erfolg von „KPop Demon Hunters“: Fans aus aller Welt strömen in die südkoreanische Hauptstadt, um die bekannten Drehorte zu besuchen.

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Der Film gewann bei der 98. Oscarverleihung am Sonntag zwei Oscars für den besten Animationsfilm und den besten Song.

Kritiker loben das detailreiche Artwork und die starken Superheldinnen. In den ersten drei Monaten nach dem Start bei Netflix verzeichnete der Film mehr als 300 Millionen Abrufe, eine Fortsetzung ist bereits angekündigt.

In Südkorea sprechen Kommentatoren von einem „kulturellen Wunder“. Der Film lenkt das internationale Fan-Interesse weg vom reinen K-Pop hin zu breiteren koreanischen Traditionen und Schönheitsritualen.

Außerdem beschert er dem Land einen unerwarteten Reiseboom: Allein im Juli 2025 kamen laut Regierungsangaben 1,36 Millionen ausländische Gäste nach Seoul.

Das waren 23,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Behörden führen den Zuwachs direkt auf Fanreisen wegen der Popularität von „KPop Demon Hunters“ zurück.

Auch weltweit zog die Nachfrage nach Flügen an. In den Monaten nach dem Filmstart im Juni 2025 stiegen die Buchungen laut Bloomberg um 25 Prozent; besonders stark legten Reservierungen aus Kanada, Asien und Australien zu.

Der Trend hielt in den folgenden Monaten an. Nach Zahlen der nationalen Tourismusbehörde reisten im vergangenen Jahr 18,9 Millionen ausländische Besucher nach Südkorea – ein Rekord.

Kult-Drehorte, offizielles Merchandising und koreanische Beauty

Fans, die nach Seoul reisen, steuern vor allem die markanten Drehorte von „Demon Hunters“ an: das Bukchon-Hanok-Dorf mit den Dates auf den Hausdächern, den COEX K-Pop Square aus der Eingangsszene, die Einkaufsstraße Myeongdong aus „Soda Pop“ und den Festungsweg im Naksan-Park, wo die nächtlichen Spaziergänge und Kampfszenen spielen.

Das Bukchon-Hanok-Dorf, das auch viele Geschichts- und Architekturfans anzieht, gehört inzwischen zu den meistgebuchten Seoul-Touren auf Trip.com (Quelle auf Englisch).

Zu den meist besuchten Originalschauplätzen zählen außerdem der N Seoul Tower, Schauplatz der finalen Schlacht, und das Olympiastadion von Seoul, in dem die Eröffnungsszene spielt.

Viel Zulauf verzeichnet auch das Nationalmuseum von Korea. In den Museumsshops gibt es offizielles „K-Pop Demon Hunters“-Merchandise wie Trinkbecher, traditionelle Kostüme und Schlüsselanhänger mit den Filmfiguren.

Auch koreanische Spas, die Jjimjilbang, erleben einen Nachfrageboom – besonders wegen der dort angebotenen Seshin-Peelingbehandlungen.

Laut Creatrip, einer koreanischen Reiseplattform, die Buchungen für K-Beauty-Anwendungen vermittelt, lagen die Reservierungen in den Sommermonaten nach Filmstart um 115 Prozent höher als im vorherigen Frühjahr.

Auch die Nachfrage nach Akupunktur und Kräuterheilkunde ist deutlich gestiegen, besonders nach Hanyak, das ebenfalls im Film vorkommt.

Beliebt sind außerdem Treffen mit Figuren aus dem Film, diverse Pop-up-Cafés und andere Erlebnisangebote rund um „Demon Hunters“. Parallel wächst das Interesse an traditionellen koreanischen Gerichten wie Samgyetang, einer Ginseng-Hühnersuppe, und Gimbap, mit Algen umwickelten Reisrollen.

Südkoreanische Regierung richtet K-Culture-Tourismus-Taskforce ein

Der enorme Erfolg von „K-Pop Demon Hunters“ hat die südkoreanische Regierung dazu veranlasst, im September 2025 die „K-Tourism Innovation Task Force“ ins Leben zu rufen. Sie soll den Fan-Tourismus weiter ankurbeln und das Interesse an K-Culture stärken.

Die Initiative orientiert sich an erfolgreichen Tourismusstrategien anderer Länder wie Japan. Sie soll Besucherströme von Seoul auf andere Regionen lenken. Zugleich motiviert sie Fluggesellschaften, die Anbindung der Provinzen zu verbessern und die touristische Infrastruktur auszubauen.

Den Vorsitz hat das Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus. Beteiligt sind zudem Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Regierung und Privatwirtschaft, darunter die Korea Tourism Organization und die Korea Railroad Corp.

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