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Auf Leinwand, Straße und Gelände: Dubais Zweirad-Leidenschaft

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Auf Leinwand, Straße und Gelände: Dubais Zweirad-Leidenschaft
Copyright  euronews   -   Credit: Dubai
Von Euronews
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Drei Tage lang wurden 30 Motorradfilme aus der ganzen Welt gezeigt - als Ausdruck von Wesen und Seele der Zweiradgemeinde. Das erste Motorrad-Filmfestival in Dubai brachte qualmende Reifen und Filmrollen zusammen.

„Song of Sosa“ von Cam Elkins ist nur einer von 30 Filmen, die gezeigt wurden. Drei Tage lang ging es um Motorrad-Bauarten, Kurzfilme mit Charakterstudien und Dokumentarfilme, die einen Blick auf das Wesen und in die Seele der Zweiradgemeinde gewähren. „Solche Festivals geben Filmemachern, insbesondere Motorradfilmern, die Möglichkeit, eine ganze Reihe von Geschichten aus verschiedenen Kulturen und mit unterschiedlichem Hintergrund zu erzählen“, so Elkins.

„Fast Eddie“: Fahren, bis es nicht mehr geht

Zu den Höhepunkten des Filmfestivals zählte der Film „Fast Eddie“, ein Werk über einen ehemaligen Weltkriegssoldaten, der immer noch täglich Motorrad fährt.

Der Film „Rebel Riders“ zeigt die Motorroller-Subkultur in Indonesien. Als örtliches Werk war „Why we ride“ dabei - ein Film über Frauen, die mit ihren Motorrädern in der Wüste unterwegs sind. Regisseur Michael Vosloo sagt:

„Ich glaube, dass viele Leute, die noch nie Motorrad gefahren sind, und vor allem Frauen, wenn sie denken, dass Motorradfahren nichts für sie ist, sich diesen Film ansehen sollten. Er ist sehr kurz, kommt schnell auf den Punkt. Er macht eine Menge Spaß. Und ich denke, er ermutigt auch andere. Jeder Mensch, der sich dafür interessiert, wird vielleicht sagen wollen: ‚Weißt du was, wenn die das können, warum nicht auch ich?‘“

Motorräder sind so etwas wie das Pferd von heute.
Cam Elkins
Regisseur

Nicht nur wer Motorräder mag, sondern auch die Filmkunst insgesamt, war bei der Veranstaltung in Dubai genau richtig. Elkins findet: „Motorräder sind so etwas wie das Pferd von heute. Sie ermöglichen es uns, unsere Umwelt auf eine Art und Weise zu erkunden, wie es kein anderes Fahrzeug kann. Und sie verbinden uns mit der Umwelt und den Menschen in ihrer Umgebung. Ich finde, dass Motorradfilme einem breiten Publikum das bieten, was sie anstreben: So etwas wie Freiheit, eine Verbindung zur Welt um sie herum herzustellen“, sagt der Regisseur.

Liebe zum Motorrad weltweit verbreitet

Die Veranstaltung fand unter der Leitung von Ian Carless statt: „Das künstlerische Schaffen ist riesig, besonders in Bezug auf Motorräder. Bei der Auswahl der Filme war das Schwierigste, welche wir außen vor lassen. Wenn man sich vor allem das anschaut, was man auf YouTube, Instagram und den anderen Seiten findet, neigen einige Leute dazu, zu denken, dass es sich um eine Kamera handelt, die am Motorrad oder am Auto befestigt ist. Diese Filme sind weit davon entfernt. Viele dieser Filme wurden von Leuten gemacht, die in der Film- und Videobranche tätig sind und die zufällig auch eine Leidenschaft für Motorräder haben“, so Carless.

Die Liebe zum Motorrad ist weltweit verbreitet - in unterschiedlicher Ausprägung. „Wir haben in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine wachsende und sich entwickelnde Motorradszene. Und es ist wichtig, dass wir Veranstaltungen wie diese haben, um uns mit Leuten zu treffen, die wir lange nicht gesehen haben. Aber auch um neue Leute in die Gemeinschaft zu holen und der weltweiten Motorradszene zu zeigen, was wir hier in Dubai zu bieten haben“, sagt ein Gast des Filmfestivals. Ein anderer sagt: „Motorradfahren in Dubai heißt: Es gibt etwas für alle. Es ist toll, die unterschiedlichen Stile zu sehen.“

„In Dubai beginnt es klein, aber es bleibt in Dubai nie im Kleinen"

Rhett Maxwell vom Motorradhersteller Honda meint: „In Dubai beginnt es klein, aber es bleibt in Dubai nie im Kleinen. So klein das auch jetzt sein mag: Wir hoffen, dass es das in vier, fünf Jahren nicht mehr sein wird. Das sind nur die Anfänge dessen, was in der Zukunft eine riesige Sache sein wird.“

Ein Anfang ist gemacht, der Festivalleiter zieht Bilanz: „Das Schönste an der Durchführung dieses Festivals war bisher die Begeisterung der Filmschaffenden. Sie sind natürlich zugänglicher als - sagen wir mal - Hollywood-Regisseure und andere. Die echte Begeisterung und ich will nicht sagen Dankbarkeit, aber die Bereitschaft, dabei zu sein, war sehr erfrischend. Ohne die Regisseure hätten wir das natürlich nicht machen können“, so Carless.

Beim nächsten Mal soll alles bereits ein bisschen größer sein. Fest steht: Im Februar gibt es eine Neuauflage.