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Investitionspolitik: Dubai setzt auf Wachstum

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Von Natalie Lindo, Jane Wistherspoon, Evan Bourke
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Das Dubai Annual Investment Meeting (AIM) ist eine Initiative des Wirtschaftsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), um einen Rahmen für den globalen Austausch über internationale Investitionspolitik und Wachstum zu schaffen. Die Plattform zielt darauf ab, durch die Schaffung von Investitionsmöglichkeiten einen positiven Wandel anzustoßen.

Die elfte AIM-Ausgabe wurde vom VAE-Wirtschaftsminister Abdullah bin Touq Al Marri eröffnet, der die Tagesordnung vorstellte:

"Der AIM-Rahmen wurde eigens geschaffen, um den globalen Austausch über die wichtigsten Grundsätze zu fördern, die Investitionen, Bewegungen und Trends zugrunde liegen, um ein intelligentes und integratives globales Wachstum voranzutreiben", sagte er.

Das diesjährige Thema waren Investitionen in nachhaltige Innovationen für eine blühende Zukunft. Den Organisatoren zufolge bezieht sich das auf ausländische Direktinvestitionen, Portfolioinvestitionen, KMU und Start-ups sowie die Zukunft der Städte.

Dawood Al Shezawi, Vorsitzender des Organisationskomitees der jährlichen Investitionskonferenz, sagte, dass die Länder zusammengebracht werden, um ihre ausländischen Direktinvestitionen zu fördern und ihre Unternehmer zu unterstützen.

Über 174 Länder nahmen an der dreitägigen Veranstaltung teil, die im Dubai Exhibition Centre auf der Expo 2020 stattfand.

Ana Draskovic, Direktorin der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, sprach auf einem Podium über Nachhaltigkeit.

"Eine der interessantesten Botschaften ist, dass Nachhaltigkeit nicht länger ein Kostenfaktor für Unternehmen ist. Sie ist tatsächlich eine fantastische Geschäftsmöglichkeit. Es handelt sich also um eine völlig neue Anlageklasse, mit der sich jeder befassen sollte", sagte sie.

Die AIM konzentrierte sich nicht nur auf die Anziehung neuer Investitionen, sondern legte auch eine Agenda für das kommende Jahr fest, die auf die Entwicklung des jungen Unternehmertums und mehr Zukunftsstädte abzielt.

Wie die Organisatoren der AIM mitteilten, sprachen sich die Unternehmen auf der Veranstaltung für den weiteren Erwerb und die Einführung neuerer Technologien aus, um die Geschäfte voranzutreiben.

Irische Auswanderer in den VAE

In den VAE leben Tausende irische Auswanderer, der Handel zwischen den beiden Ländern nimmt zu. Die Exporte aus Irland in die VAE stiegen 2020 um 12 Prozent, und jetzt, da Irland wieder offen ist, hofft man auf eine Rückkehr der Touristen aus der Region.

Der Geschäftsführer von Tourism Ireland, Niall Gibbons, sagte, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sei etwas ganz Besonderes.

"Sie reichen Jahrzehnte zurück. Es gibt einige wirklich große irische Persönlichkeiten, die in den 1970er Jahren hierher kamen. Colm McLoughlin - Dubai Duty Free. Gerald Lawless - Jumeirah Group. Und bis zum heutigen Tag kommen Iren gern in die Region, es gibt jetzt eine große irische Gemeinschaft hier", sagte er.

Vor mehr als einem Jahrzehnt wurde beschlossen, eine irische Tourismuspräsenz in den VAE zu gründen, um diese Verbindung zu pflegen.

"Es war fantastisch, denn jetzt gibt es Verbindungen mit Emirates und Etihad, und wir sehen eine große Anzahl von Menschen aus dieser Region, die Irland besuchen, aus touristischer Sicht ist das sehr gut", fügte Niall Gibbons hinzu.

Für Tourism Ireland ist die Region der Schlüssel zur Marktdiversifizierung, die Branche ist stark von britischen und nordamerikanischen Touristen abhängig.

"Es ist ein wichtiger Teil der Welt aus Sicht der VAE, aber auch aus unserer Sicht. Da Emirates mit über 200 Zielen in der ganzen Welt verbunden ist und auch Etihad eine gute Anbindung hat, bietet sich uns von hier aus ein großartiges Tor zu anderen Märkten wie Indien, China, Australien und Neuseeland. Trotz Covid geht es jetzt darum, den Tourismus wieder anzukurbeln", sagte Niall Gibbons.

Kann man ohne festen Stromanschluss Geld sparen?

Während sich das Annual Investment Meeting mit den Herausforderungen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Innovation auf Regierungsebene befasst, suchen Einzelpersonen selbst nach Lösungen. In Australien verlassen sich die meisten Menschen bei der Versorgung mit Wasser und Strom auf die lokalen Behörden und private Unternehmen, doch einige wenden sich netzunabhängigen Optionen zu, in der Hoffnung, sich selbst versorgen zu können.

Vor etwa fünfundzwanzig Jahren wurde Michael Mobbs netzunabhängig. Der Spezialist für nachhaltige Projekte nannte zwei Gründe dafür: "Mir wurde gesagt, dass man das nicht machen kann. Das wollte ich widerlegen. Und zweitens habe ich das Bauchgefühl, dass wir der Erde so viel Liebe wie möglich entgegenbringen müssen."

Sein Haus verfügt über Tanks in der Erde, die ungefiltertes Regenwasser zur Wiederverwendung auffangen. Das gesammelte Regenwasser wird durch Filter und Rohre in die Tanks geleitet. Vor dem Verbrauch wird es mit einer Ultraviolett-Lampe sterilisiert, um Viren und Krankheitserreger abzutöten.

Dr. Alejandro Montoya, Schuldirektor, Chemie- und Biomolekulartechnik, Universität Sydney, sagte, dass das Recycling von Wasser aufgrund der Knappheit von sauberem Wasser in bestimmten Gebieten sehr wichtig wird.

"Der Klimawandel wirkt sich auf die Wasservorräte aus, und deshalb werden wir an einem Punkt angelangt sein, an dem wir sauberes und dauerhaftes Wasser für eine wachsende Bevölkerung auf diesem Planeten benötigen", sagte er.

1996 installierte Michael Mobbs 18 Solarpaneele auf seinem Dach. Später kamen 12 Paneele hinzu, wodurch sich die Gesamtleistung auf 3,5 Kilowatt erhöhte. 2015 ging er noch einen Schritt weiter und trennte sein Haus vom Stromnetz.

Die Abkopplung vom Stromnetz ist zwar aus ökologischer Sicht sinnvoll, aber möglicherweise nicht aus finanzieller Sicht.

Gregor Verbic, außerordentlicher Professor am Zentrum für zukünftige Energienetze der Universität Sydney: "Vergleicht man die beiden Lösungen: Völlig autark versus man hat vielleicht eine Solaranlage auf dem Dach oder eine Batterie in der Garage, ist aber trotzdem aus Gründen der Zuverlässigkeit an das Stromnetz angeschlossen. Welche Option ist billiger? Es liegt auf der Hand, dass es in Sydney und anderen Großstädten und Ballungsgebieten immer noch billiger ist, das Stromnetz zu nutzen", sagte er.

Für Gregor Verbic liegt die Zukunft der Elektrizität in den erneuerbaren Energien. Aber das bedeutet, dass wir die Art und Weise ändern müssen, wie wir Strom verbrauchen und bezahlen.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Seite Destination Dubai auf euronews.com