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Berge und Klassik in perfektem Einklang


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Berge und Klassik in perfektem Einklang

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Hochtalentierte Nachwuchsmusiker und die Créme de la Créme der Klassikwelt treffen beim Verbier-Festival aufeinander. Eröffnet wurde die 17. Ausgabe von der jungen Ausnahmepianistin Yuja Wang aus China. Die erst 23-jährige lässt sich gern von anderen Musikern inspirieren. “Wir sind alles verrückte Musiker und wir sind alle in dieser kleinen Stadt und lernen uns kennen. All diese großen Stars kommen und sie sind ganz normal. Sie reden mit dir, sind nett und verrückt. Es macht sehr viel Spaß. Es ist auf jeden Fall der lustigste Ort im Sommer.”

17 Tage lang dreht sich in dem kleinen Ort in den Schweizer Alpen alles um Musik. Das besondere hier ist das Festival-Orchester. Junge Talente zwischen 17 und 29 Jahren lernen gemeinsam in dem Trainings-Orchester. Sie spielen unter berühmten Dirigenten wie dem Schweizer Charles Dutoit. Er ist Chefdirigent des Orchesters. “Es ist immer sehr aufregend, gerade bei einem internationalen Orchester, wie es hier in Verbier der Fall ist. Es sind junge Leute, die einander nicht oder nur wenig kennen. Nachdem sie von Dozenten individuell unterrichtet wurden, proben sie dann gemeinsam. Da wird geschaut, wie sie in wenigen Tagen integriert werden können.”

Die Nachwuchstalente verbindet eins: die Leidenschaft für die Musik. Geprobt wird fast den ganzen Tag. An freien Abenden geben einige der Orchestermitglieder auch noch Kammermusikkonzerte. Einer mit viel Erfahrung ist der Solo-Hornist Joe Assi aus den USA. Der 24-jährige ist zum dritten Mal dabei. “Dieses Orchester hat viel Energie. Auch wenn es manchmal etwas wackelig zugeht, schaffen wir es am Ende doch immer. Die Jüngeren und die Älteren treffen sich in der Mitte. Es funktioniert wirklich gut, weil wir die Erfahrung und Energie haben und das kommt zusammen und das Orchester ist fantastisch.”

Die Nachwuchstalente bewerben sich aus der ganzen Welt. Doch nur wenige schaffen es. Musiker aus mehr als 20 verschiedenen Nationen sind in diesem Jahr dabei. Unter ihnen ist auch Aurelie Matthey. Die 21-jährige Schweizerin träumt von einer Karriere als Solo-Geigerin in einem großen Orchester. Bis dahin sammelt sie weiter Verbier-Erfahrungen: “Wir sind 100 junge Musiker, wir arbeiten einen Monat zusammen, wir essen, proben und gehen Abends gemeinsam aus. Dadurch entstehen außergewöhnliche Beziehungen, die ich nicht vergessen werde.”

Auch Yuja Wang verbindet mit dem Festival viel. Nach ihrem ersten Auftritt vor drei Jahren unterschrieb sie anschließend einen exklusiven Plattenvertrag und eroberte die Klassikwelt im Sturm. “Ich liebe es, mit Festival-Orchestern zu spielen, weil es junge Leute sind, sie haben viel Energie und sind sehr aufnahmefähig. Das Besondere an Verbier ist auch, dass wenn ich mit all diesen außergewöhnlichen Musikern musiziere, ich das Gefühl habe, ich könnte noch besser spielen und mit ihnen durch die Musik kommunizieren.”

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In diesem Beitrag hören Sie folgende Auszüge:

- Sergej Prokofjew: Klavierkonzert Nr. 2 in g-Moll, opus 16

- Gustav Mahler: 1. Sinfonie D-Dur «Der Titan»

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