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Filmfestival Marrakesch: "Blindfilm" vom Geschichtenerzähler

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Filmfestival Marrakesch: "Blindfilm" vom Geschichtenerzähler

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Das Filmfestival in Marrakesch – dieses Jahr in zehnter Auflage – soll in Marokko und der ganzen Region die Kinobegeisterung anfachen. Zelebritäten wie Martin Scorsese oder Francis Ford Coppola lassen den Funken überspringen, klar. Aber Mohamed Bariz ist auch nicht ohne.

euronews-Reporter Wolfgang Spindler hat ihn auf dem mittelalterlichen Markt- und Henkersplatz gefunden:

“Auf dem internationalen Filmfestival in Marrakesch gibt es viele Filmvorführungen, es gibt die Gratisvorführungen auf dem Platz Djemaa el Fna. Wer aber den einen oder anderen Film nicht sehen konnte, kann ihn sich anhören.”

Der orientalische Geschichtenerzähler von heute hat keine Angst vor Multimedia – er intregriert sie einfach. Heraus kommt das genaue Gegenteil von Stummfilm. Töne ohne Bild statt Bilder ohne Ton.

Mohamed Bariz erzählt den Leuten die Filme, die er sich zuvor angesehen hat – gestenreich, spannend und ohne ein einziges Bild. Und sein Publikum ist begeistert. Bariz ist seit 40 jahren im Geschäft – angefangen als professioneller Geschichtenerzähler hat er im Alter von 10.

Und seine Idee des “Blindfilms” hat es sogar ins offizielle Festivalprogramm geschafft – professionelle Schauspieler erzählen Kinofilme für Kinobegeisterte, die wenig sehen können oder gar nichts.