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Erfolg im Verbund: Cluster steigern Performance von Unternehmen

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Erfolg im Verbund: Cluster steigern Performance von Unternehmen

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Die Zahl der Cluster, der Unternehmen, die sich zusammenschließen, um leistungsstärker zu werden, wächst in Europa. Diese Verbünde funktionieren gut. Zum Beispiel im Green Tech Valley rund um Graz in Österreich, bei einem Cluster, der auf grüne Technologien spezialisiert ist. 6.000 Jobs wurden hier in den vergangenen fünf Jahren geschaffen.

Einer der Cluster-Partner ist die Firma KWB. Als Anbieter von Biomasseheizungen gehört sie zu den Marktführern in Europa. KWB stellt Heizungen für Holzpellets, Stückholz und Hackgut her. Die Kunden können damit ihre Heizkostenrechnung bis zu halbieren. Vor acht Jahren schloss KWB sich dem Cluster an. Seitdem wuchs die Zahl der Mitarbeiter von gut hundert auf knapp 400. Der Umsatz verdoppelte sich auf fast 75 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

“Für uns ist der Cluster eine ideale Plattform, um im Netzwerk Partner kennenzulernen, um auf neue Innovationen zu stoßen, um neue Produkte auf neuen Märkten unterzubringen”, erklärt Geschäftsführer Erwin Stubenschrott.

Zehn Prozent des Umsatzes investiert das Unternehmen jedes Jahr in Forschung und Innovation. Der Einsatz zahlt sich für den gesamten Cluster aus. Stubenschrott: “Auch hier bietet uns der Cluster eine gute Möglichkeit, Partnerschaften zu finden, wo wir einen größeren Blick auf das Gesamte bekommen und damit auch für uns strategisch richtige Entscheidungen für neue Produkte für die Zukunft zu finden.”

Fast 200 Unternehmen gehören zum Cluster Eco World Styria. Er ist einer der wenigen, die mit dem europäischen Exzellenzlabel für Clustermanagement ausgezeichnet wurden. Im Schnitt verzeichen die Firmen aus dem Cluster ein Wachstum von über 18 Prozent, etwa doppelt so viel wie sonst auf dem Markt. Die gute Bilanz verdanken sie auch den Diensten, die der Cluster anbietet, wie Strategie- und Förderungsberatung und Unterstützung beim Austüfteln ihrer Innovationen. Cluster-Geschäftsführer Bernhard Puttinger: “Eco World Styria hilft zum Beispiel einem Unternehmen, einen neuen Sonnenkollektor zu entwickeln, der nahezu unsichtbar auf dem Dach ist. Wir haben auch Firmen geholfen, den ersten mit Sonnenenergie gekühlten Wein der Welt zu entwickeln.”

2005 wurde der Cluster gegründet. Eco World Styria beschränkt sich nicht auf Europa – er arbeitet mit Clustern auf der ganzen Welt zusammen. “Die Unternehmen in unserem Cluster exportieren fast 90 Prozent ihrer Waren auf dem internationalen Markt. Deshalb haben wir sehr früh begonnen, mit Clustern wie in Dänemark, Singapur, China oder den USA zu kooperieren”, erklärt Puttinger.

Was muss ein guter Cluster-Partner mitbringen?

“Die Schlüsselfaktoren zum Erfolg als Unternehmen im Cluster liegen in der Offenheit, Ehrlichkeit und der Bereitschaft, sich aktiv in Kooperationen einzubringen”, meint Stubenschrott.