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Chevrolet behauptet sich im schwierigen europäischen Markt

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Chevrolet behauptet sich im schwierigen europäischen Markt

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Auf dem Autosalon in Genf geht es natürlich um brandneue Autos, aber wie sieht es auf den Märkten in Europa und anderswo wirklich aus?

Die europäischen Autobauer haben es schwer: in der EU – ihrem Stammmarkt- werden so wenig Autos verkauft wie seit 17 Jahren nicht mehr. Peugeot machte rund 6 Milliarden Euro Verlust. Fiats Gewinn fiel um 70 Prozent. Und für das laufende Jahr erwarten die Autobauer, dass der Markt weiter schrumpft: Und zwar um bis zu 5 Prozent.

In den USA sieht es dagegen ganz anders aus: General Motors machte im dritten Jahr in Folge Gewinn, das Ergebnis wurde lediglich durch schlechte Zahlen aus Europa getrübt. Dennoch machte das Unternehmen 2012 einen Gewinn von knapp 4 komma 5 Milliarden Euro. Und 2013 will GM weiter wachsen, mit vielen neuen Modellen.

Interview mit Susan Docherty, Managing Director von Chevrolet Europa

euronews:
“Den Autobauern in den USA scheint es besser zu gehen, während in Europa die Probleme andauern. Zugeschaltet vom Genfer Autosalon ist jetzt Susan Docherty, Chefin von Chevrolet Europa. Sie stellen in Genf einen neuen Super-Wagen vor. Erzählen Sie uns mehr!”

Susan Docherty:
“Wir haben hier in Genf die Weltpremiere des neuen Corvette Cabrio. Es ist ein unglaublich starker Sportwagen, wir haben ihn schon auf der Messe in Detroit vorgestellt.”

euronews:
“Ist es denn nicht riskant, das Auto jetzt einzuführen, wo der Markt so schlecht ist?”

Susan Docherty:
“Nun, Corvette ist definitiv der Kern unseres Unternehmens und lenkt dementsprechend viel Aufmerksamkeit auf unsere Marke. Sie sprechen vom derzeit schlechten Markt in Europa, wir reagieren darauf, in dem wir versuchen, aus unseren Vorteilen Profit zu schlagen. Wir haben zwei bekannte Marken, das ist zum einen Corvette und zum anderen Camaro. Mit einer Markteinführung wie dieser wollen wir auch Leute in unsere Verkaufsräume locken. Denn dann haben wir die Gelegenheit, auch die anderen Modelle zu zeigen.”

euronews:
“Chevrolet ist noch nicht sehr lange in Europa aktiv. Und Sie scheinen vom aktuellen Trend nicht betroffen zu sein: Denn während die allermeisten Autobauer hier zu kämpfen haben, geht es Ihnen gut. Warum?”

Susan Docherty:
“Chevrolet ist eine neue Marke, die erst 2005 in Europa eingeführt wurde, und in den vergangenen 18 Monaten haben wir 10 neue Modelle vorgestellt. Es ist wichtig, immer auf der Suche nach einer guten Gelegenheit zu sein, gerade in einem schlechten Markt. Und kleine SUVs, also kleine Geländewagen, sind für uns da die Lösung.”

euronews:
“In den USA geht es Ihnen auch gut, Sie vermelden wieder Wachstum.Wie wichtig ist es, in Europa Ihre Position zu festigen?”

Susan Docherty
“In den USA mussten wir mit ansehen, wie unser Marktanteil vor drei oder vier Jahren auf weniger als 10 Millionen verkaufte Exemplare schrumpfte. Jetzt wächst der Markt wieder. Das hat auch damit zu tun, dass wir ein Produkt nach dem Anderen einführen. Chevrolet wird 2013 20 neue Modelle vorstellen, fünf davon in Europa. Man muss in
schlechten Märkten zusehen, wie man trotzdem wachsen kann. Das machen wir hier mit Chevrolet.”