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Schuluniformen: Alle gleich und doch ganz anders

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Schuluniformen: Alle gleich und doch ganz anders

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Kleider machen Schüler – wie wichtig ist die Schuluniform wirklich? Ein Thema das bei Schülern, Eltern und Lehrern rund um den Globus polarisiert. Learning World hat eine Schule in Südafrika besucht, eine Expertin aus Chile zu diesem Thema befragt und in Japan nach dem neuesten Modetrend geschaut.

In Südafrika, wo die Apartheid noch immer einen langen Schatten wirft, haben viele Schulen eine obligatorische Schuluniform.
Als die Phumulani Secondary School in Katlehong im Jahr 1993 geöffnet wurde, stand das System der Apartheid gerade vor dem Aus und heftige Kämpfe zwischen den politischen Fraktionen und der Regierung tobten gerade in den Townships. Umgeben von dieser Gewalt entschied sich Schulleiter Shumi Shongowe damals bewusst für die Farben seiner Schule: Rot in Erinnerung an das Blutvergiessen, weiß steht für die Hoffnung.
Ob arm oder reich, die Schüler lassen ihre Herkunft vor den Toren der Schule zurück.

Aber nicht jeder stimmt den Uniformen zu. Andrea Precht, Doktor der Bildungswissenschaften und Expertin für Sozialpädagogik in Chile, sieht vor allem bei sozial benachteiligten Familien ein Problem. Wenn eine chilenische Familie ihre Kinder in die Schule schickt, muss sie fast die Hälfte des Mindestlohns für die Uniform aufbringen.

In Japan ist einheitliche Schulkleidung kein Zwang, sondern ein Trend.

Einst waren die Uniformen ein Symbol für schulische Regeln, heute sind sie ein freies und sehr populäres Fashion Statement der japanischen Mädchen geworden … auch dank der Manga Kultur.

Die Schuluniform, die eigentlich aus fernen Ländern nach Japan gebracht wurde, ist nun – gut ein Jahrhundert später – ein Exportschlager.