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Frisches aus Vaasa - mit finnischer Kreativität zum Erfolg

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Frisches aus Vaasa - mit finnischer Kreativität zum Erfolg

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Sie kommen aus unterschiedlichen Fachrichtungen und haben doch ein gemeinsames Ziel. Im Design Camp in Vaasa wollen Wirtschafts- und Kommunikationsstudenten die eigene Intuition nutzen, um geschäftliche Herausforderungen zu meistern. Wie Verkaufszahlen erhöhen, wie eine Marke aufbauen? Neue , kreative Strategien braucht der Markt!

“Egal was Du tust, Du wirfst Deine Ideen einfach auf den Tisch. Du suchst dann aus, was Du brauchst und – ganz wichtig – auch magst. Sei Du selbst”, so Maria Hautaviita, eine der Studentinnen im Design Camp. Ein anderer Teilnehmer is Timo Rossi. Er hat mit dem Studienmodul in Vaasa einen neuen Weg eingeschlagen. Nach seinem Abschluss als Ingenieur fehlte ihm die kreative Herausforderung. Als Designer einer IT-Plattform hat er nun sein kreatives Potential angezapft. “Unser Bildungssystem konzentriert sich zu sehr auf das analytische Denken”, meint Timo. Die Welt brauche mehr Raum für kreatives Denken.

Auch in seiner Doktorarbeit bleibt Timo diesem Ansatz treu. Es geht darum, wie Ideen in kreativen Prozessen schließlich Form annehmen. Ein Mix aus Statistik, Sozialforschung und Vorstellungskraft. Timo findet’s prima. “Menschen mit vor allem analytischen Fähigkeiten betrachten sich oft im heute und sehen nur das, was gerade im Moment möglich ist. Wir sollten mehr in die Zukunft blicken, um so Dinge möglich zu machen, um Lösungen zu entwickeln”, erklärt Timo seine Vision.

Mit Timos Hilfe hat das finnische Muova Research Center in Vaasa über das Camp-Modul hinaus einen neuen Studiengang entwickelt. “Creative Strategic Foresight” soll jungen Menschen an Universitäten europaweit helfen, ihren kreativen, vor allem aber eigenen Weg zu finden.

“Den eigenen Kopf einschalten – das ist doch für uns alle das Schwierigste”, sagt Tanja Oraviita, die den Studienentwurf koordiniert. “So etwas verlangt Mut und Risikobereitschaft. Wir bekommen ja oft suggeriert, dass wir schlechte Menschen sind, wenn wir nicht nach demselben Schema arbeiten wie alle anderen. Dann erreichen wir nichts, werden nicht akzeptiert.”

Das neue entworfene Studienprogramm soll Lehrer, Forscher und Studenten zusammenbringen. Konkrete Fälle aus dem Arbeitsalltag fordern von den Studenten frische Denkweisen. “Ein Beispiel: Studenten sollen einen Weg finden, ein rohes Ei aus dem dritten Stock ins Erdgeschoss zu transportieren, ohne die Treppen oder den Aufzug zu benutzen. Das Ei darf nicht zerbrechen. Um diesen Denkprozess geht es – was ist die Lösung und wie kommunizieren wir auf dem Weg dorthin?”, so Oraviita weiter.

Und was ist für jeden Einzelnen nun dabei drin? “Die Teilnehmer lernen etwas, das für das Arbeitsleben absolut notwendig ist: strategisches Denken, das große Bild lesen und den weiten Zusammenhang zwischen den Dingen verstehen lernen”, erklärt Timo. Und Koordinatorin Tanja Oraviita meint: “Durch die Zusammenarbeit mit Forschern und Unternehmen haben die Studenten Zugang zum aktuellen Forschungsstand. Und: Wer schon im Studium Präsentationen vor Firmenchefs hält, lässt sich später im Job nicht mehr so leicht ins Boxhorn jagen.”

Generation Y – unsere Berichte finden Sie auch auf den Seiten der Sozialen Medien. Weitere Informationen zum Thema dieser Ausgabe unter:

www.muova.fi
www.csf-studymodule.net