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Bildung grenzenlos

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Bildung grenzenlos

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Gleiche Bildungschancen und eine bessere Integration für Einwanderer – was kann getan werden? Laut Vereinten Nationen lebten 2010 mehr als 200 Millionen Menschen weltweit außerhalb ihres Herkunftslandes. Für viele ist es schwierig, zur Schule zu gehen. Wie können Kinder ermutigt werden, sich zu integrieren und auf dem Schulhof auf Kinder einer anderen Kultur zuzugehen? Ein Fotoprojekt in Chile bietet Hilfe.

“Einmal Lächeln, bitte!”

Santiago de Chile ist eine Stadt, die unaufhaltsam wächst. Gerade die Zahl der Einwanderer ist in den letzten 20 Jahren bedeutend gestiegen.

In der Gegend von Yungay nahm die Zahl der Einwanderer in den letzten zehn Jahren um mehr als die Hälfte zu, deshalb müssen Chilenen und die Neuhinzugezogenen das Zusammenleben lernen.

Maxi und Pablo gehen auf eine Schule mit vielen Einwandererkindern. Jeden Donnerstag steht ein interkultureller Foto-Workshop auf dem Programm. Dort sollen sie ihre Wahrnehmung schärfen und mit allen teilen, was sie durch die Linse sehen. Die Kinder sind gespannt, die Arbeit ihrer Klassenkameraden zu entdecken. Die Idee zum Projekt stammt von drei Frauen des Foto-Initiative “El Juego de la Mirada”, die gegen Vorurteile und mangelhaftes Wissen über andere Kulturen in Chile kämpft.

Mehr zum Fotoprojekt http://www.artequin.cl/

Integration an Schulen

Eckdaten zur Einwanderung

Integration im Alltag

Was aber, wenn man einfach keinen Platz an einer Schule bekommt, weil man aus einem anderen Land stammt? Ist eine Privatschule die einzige Option?

Migrantenschulen in China

Die Tongxin Schule liegt in einem Vorort von Peking. Sie öffnete 2004 in einer still gelegten Fabrik, um Unterricht für Kinder zu geben, die keinen Zugang zum staatlichen Schulsystem bekommen. Es sind Kinder von ländlichen Einwanderern, die in die Gegend von Picun gezogen sind. Sie dürfen nicht eingeschult werden, da Gesetze in China den Zugang einschränken. Zugezogene haben nur in ihrer Heimatstadt Anrecht auf kostenfreie Bildung. In dieser Gegend gibt es etwa 10.000 Zuwanderer im Vergleich zu 1.000 Einheimischen. In Peking müssten sie ein hohes Schulgeld bezahlen.

Tongxin ist nicht die einzige Schule für Migrantenkinder in China. Vielen wurden jedoch von der lokalen Behörde wegen fehlender Genehmigungen geschlossen. Es fehlen finanzielle Mittel oder qualifiziertes Personal.

Tongxin kämpft auch um sein Überleben, aber hier liegt der Fall etwas anders: Pädagogik, Personal und die guten Beziehungen zu den lokalen Behörden machen aus Tongxin ein Vorbild für andere Immigrantenschulen.

Das Projekt bietet Bildungsmöglichkeiten für mehr als 10.000 Migrantenkinder in zehn einkommensschwachen Gegenden und mehr als 2500 Schüler wurden unterstützt. Es werden Ressourcen für 20 Migrantenschulen in China bereitgestellt.

Bildung betrifft nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. In vielen Fällen müssen auch Mütter weiter lernen, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu vergrößern und sich in einer neuen Umgebung einzufinden.

Frau hilft Frau

Das dänische Zentrum für Gleichstellung, Gleichheit und Vielfalt “KVINFO” will die Mütter von Migrantenfamilien erfolgreicher in die Gesellschaft integrieren. Vor rund zehn Jahren wurde das Mentorennetzwerk ins Leben gerufen. Seitdem wurden mehr als 3500 Frauen auf dem dänischen Arbeitsmarkt vermittelt. Fast 1.300 Frauen aus Einwandererfamilien treffen sich regelmäßig mit dänischen Mentorinnen, um all das zu lernen, was in Sprachschulen nicht auf dem Programm steht.

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