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Erdogan: "Türkei nicht YouTube und Facebook ausliefern"

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Erdogan: "Türkei nicht YouTube und Facebook ausliefern"

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In der Türkei hat der Regierungschef Recep Tayyip Erdogan mit dem Verbot von YouTube und Facebook gedroht. “Wir sind bei diesem Thema entschlossen”, sagte Erdogan in einem am Donnerstagabend ausgestrahlten Interview des Senders ATV. . “Wir werden unser Land nicht YouTube und Facebook ausliefern.”
In den vergangenen Wochen waren mehrere Telefonmitschnitte aufgetaucht und auch auf YouTube veröffentlicht worden, in denen Erdogan unter anderem angeblich seinen Sohn auffordert, Millionen wegzuschaffen. Es gibt aber Zweifel an der Echtheit dieser Mitschnitte, der Regierungschef hat die Authentizität dieser Telefongespräche stets vehement bestritten. Erdogan Erdogan Nach der Kommunalwahl am 30. März würden mit Blick auf das Internet weitere Schritte unternommen, sagte Erdogan jetzt. Die Frage, ob das auch die Sperrung der Seiten beinhalten könnte, bejahte er. Seine Regierung und die Regierungspartei AKP sehen sich seit Wochen massiven Korruptionsvorwürfen ausgesetzt. Es kommt auch immer wieder zu Protesten in Istanbul und Ankara.

Eigentlich war YouTube schon seit 2010 in der Türkei teilweise gesperrt, weil der Internet-Plattform Verunglimpfung des Staatsgründers Atatürk vorgeworfen worden war. Diese Sperrung war jedoch de facto kaum vorhanden, denn YouTube gehört in der Türkei zu den am meisten genutzten Internetseiten.