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Soft Revolution - manche mögen's sanft!

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Soft Revolution - manche mögen's sanft!

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Diese neue Ausgabe von Generation Y öffnet ein neues thematisches Kapitel, in dem es um bürgerliches Engagement in Europa gehen soll.
Eine Gruppe junger Belgier hat ein Spiel erfunden, das Softskills, wie Gemeinschaftsinn und Solidarität wieder populär machen soll. Und schon sind wir mitten in der “Soft Revolution”.

Einer von Ihnen ist Yannick Schanende. Im ehemaligen Hangar von Porte de Ninove in Brüssel will er einen ganz speziellen Park zum Leben erwecken. Für ihn ist es eine verlassene, absurde Gegend, sagt er. Yannick will mehr aus diesem Ort machen und hat einen Weg gefunden, die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Hangar zu lenken: “Weltweit suchen wir nach Menschen, die einen Betrag von zehn bis 750 Euro investieren wollen, um einen Pop-up-Park betreiben zu können. Für zehn Euro gibt es einen Quadratmeter Grünfläche. Für mehr gibt es Blumenbeete, Anbauflächen und so weiter.”

Auch Lennert Mottar hat eine Idee. Er will jungen Menschen helfen, ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen. “Zum Beispiel ein Workshop für Fotografie oder ein Kurzfilmprojekt”, erklärt er. “Ich versuche zu helfen, aber auch ich ziehe Energie daraus – so kann ich tun, was ich gern mache.”

Zusammen schufen Lennert, Yannick und auch ihr Freund Bavo Blanckaert die “Soft Revolution”, eine Plattform für Freiwillige. Der Plan: Die Welt verändern durch mehr Solidarität und Gemeinschaftssinn im täglichen Miteinander. “Jeder kann seine eigene Revolution starten und die Idee weiterbringen. Wir mögen es, wenn Menschen das Kind in sich nach außen kehren. So können wir träumen und damit mehr erreichen”, meint Bavo.

Mehr erreicht, nämlich die Unterstützung der Europäischen Kommission, haben sie mit der Umsetzung ihrer jüngsten Idee. Das Brettspiel “Choose Your Happiness”. Die Spieler müssen Probleme lösen, die ihre eigenen Interessen mit denen der Gemeinschaft in Konflikt bringen. Lennart gibt ein Beispiel: “Meine Nachbarn beschweren sich. Sollte ich meine Party deswegen abbrechen? Das würde meinem eigenen Glück schaden. Wenn ich aber weiter feiere, schade ich der allgemeinen Zufriedenheit, dem Glück der Allgemeinheit.”

Giorgio Guazzugli Marini von der Europäischen Kommission koordiniert das Programm Ersamus +. “ Das Projekt der Jungs ist eine attraktive Möglichkeit. All diese Projekte passen in unser Programm `Youth Action`. Auch das Erasmus-Plus-Programm soll in Zukunft jungen Leuten helfen, die sich beispielsweise selbstständig machen wollen.”

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