Eilmeldung

Eilmeldung

Wie wählen die Ungarn im Ausland?

Sie lesen gerade:

Wie wählen die Ungarn im Ausland?

Schriftgrösse Aa Aa

Ungarische Staatsbürger, die im Ausland leben, aber noch immer einen Wohnsitz in Ungarn haben, müssen sich an ihrem Wohnort in die Wählerlisten eintragen lassen. Das konnte man per Post oder auf der Internetseite der Wahlkommission tun.
Bis zum 28. März, dem Stichtag dieser Wahl, hatten sich mehr als 250.000 Ungarn aus 73 Staaten eingeschrieben.

Die Nationale Wahlkommission hat fünf Tage, um die Anfrage zu akzeptieren oder abzulehnen. Die Einschreibung ist für die nächsten zehn Jahre auch nach Ablauf der Staatsbürgerschaft gültig.
Am Wahltag können Ungarn im Ausland in der Botschaft oder im Konsulat ihre Stimme abgeben.

Warum gibt es keine Briefwahl?

Dem ungarischen Wahlgesetz zufolge gibt es Briefwahl nur für im Ausland lebende Ungarn, die keinen Wohnsitz im Land haben. So muss ein in Cleveland lebender Ungar nach New York reisen, ein ungarischer Staatsbürger, der in Marseille lebt nach Paris.

Wieviele Ungarn im Ausland wollen wählen?

Auf der Internet-Seite der Nationalen Wahlkommission haben sich Ungarn, die in mindestens 73 verschiedenen Staaten leben, in die Wählerlisten eingetragen.
Die meisten Anfragen kommen aus Staaten an der Grenze zu Ungarn wie Rumänien und Serbien. Innerhalb der EU-Staaten waren Grossbritannien (mit mehr als 4.700) und Deutschland mit mehr als 4.000 die Staaten mit den meisten ungarischen Wahlanfragen. Für Deutschland sind das nur etwa 3 Prozent der hier lebenden Ungarn. In Österreich leben mehr als 50.000 Ungarn, doch nur 993 wollen an der Wahl teilnehmen.

Ist es schwierig, sich im Ausland zur Wahl anzumelden?

Mehrere ungarische Zeitungen beklagen, dass es schwierig sei, sich vom Ausland aus in die Wählerlisten einzutragen und dass viele Anfragen abgewiesen würden. Hier die ungarischen Links (http://index.hu/belfold/2014/02/11/kukacoskodassal_szivatja_az_nvi_az_usa-ban_elo_magyar_valasztokat/ http://index.hu/belfold/2014/02/15/igy_szivatjak_azt_aki_kulfoldon_el/) Für die Ablehnungen gebe es seltsame Gründe wie Grammatikfehler oder vergessene Doktortitel.
Dem Wahlgesetz zufolge sind solche Ablehnungen aber nicht zulässig.