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Nackenschlag für die Nati

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Nackenschlag für die Nati

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Das hat sich die Nati anders vorgestellt. Im zweiten Gruppenspiel bei der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien verlor die Schweiz gegen Frankreich mit 2:5. Die Mannschaft von Trainer Ottmar Hitzfeld blieb weit hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Costa Rica war unterdessen erneut für eine Überraschung zuständig. Die Ticos bezwangen Italien mit 1:0 und entschieden damit auch Englands Schicksal – die Inselkicker sind ausgeschieden.

Dieses Los droht Italien gleichermaßen. Gegen Costa Rica blieb der viermalige Weltmeister torlos, die Mittelamerikaner trafen in Person von Bryan Ruiz kurz vor der Halbzeit.

Costa Rica steht nach dem 1:0-Sieg im Achtelfinale. Italien und Uruguay machen unter sich aus, wer weiterkommt und wer nach Hause fährt.

Was für ein Nackenschlag für die Nati! Bereits nach 45 Minuten stand es 0:3, der Schweizer Schlussmann Diego Benaglio verhinderte mit einem parierten Strafstoß noch Schlimmeres.

Nach dem Seitenwechsel musste die Nati zwei weitere Gegentreffer schlucken. Blerim Dzemaili und Granit Xhaka mit einer traumhaften Direktabnahme trafen in der Schlussphase noch für die Schweiz – nicht mehr als Ergebniskosmetik. Die Schweiz unterliegt Frankreich mit 2:5.

Im zweiten Spiel in Gruppe E gewann Ecuador gegen Honduras mit 2:1. Frankreich ist Tabellenführer, doch trotz weißer Weste noch nicht für das Achtelfinale qualifiziert. Die Schweiz trifft am Mittwoch im letzten Gruppenspiel auf die punktlosen Honduraner.

Der deutsche Bundestrainer Joachim Löw bangt vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Ghana (Samstag, 21:00 Uhr MEZ) noch um seinen Innenverteidiger Mats Hummels, der sich gegen Portugal eine Oberschenkelblessur zuzog. Sollte Hummels passen müssen, bieten sich Shkodran Mustafi und Matthias Ginter als Alternativen an. Jerome Boateng ist hingegn dabei und trifft auf seinen Halbbruder Kevin-Prince, der für Ghana aufläuft.

Bereits bei der WM in Südafrika vor vier Jahren trafen Deutschland und Ghana aufeinander – die beiden Boatengs ebenfalls. Seinerzeit gewann die DFB-Elf dank eines Treffers von Mesut Özil mit 1:0.

In Brasilien unterlag Ghana zum Auftakt den Vereinigten Staaten mit 1:2 und steht gegen Deutschland deshalb bereits unter Zugzwang.

Argentinien bekommt es am Samstag (18:00 Uhr MEZ) mit dem Iran zu tun. Die Südamerikaner starteten mit einem Arbeitssieg über Bosnien und Herzegowina ins Turnier. Lionel Messi war mal wieder der entscheidende Mann für die Albiceleste.

Natürlich baut der Weltmeister von 1978 und 1986 auch gegen den dreimaligen Asienmeister auf die Dienste des Dribbelkönigs. Gut möglich, dass Gonzalo Higuain diesmal in der Anfangself steht, der Messis 2:0 gegen Bosnien vorbereitete.

Der Iran ist krasser Außenseiter, vielleicht liegt gerade darin die Chance, denn dass der vermeintlich Große den vermeintlich Kleinen unterschätzt, ist auch im Fußball keine Seltenheit. Gegen Nigeria gab es für den Iran eine Nullnummer. Fürs Weiterkommen müssen Tore her.

Die euronews-Sportredaktion gibt vor jedem WM-Spieltag ihren Tipp ab. Machen Sie mit und halten Sie dagegen, in den sozialen Netzwerken sind mit hashtag #TheCornerScores dabei.

Unserer Meinung nach setzt sich Argentinien mit 4:0 gegen den Iran durch, Deutschland bezwingt Ghana mit 3:1 und Bosnien und Herzegowina gewinnt gegen Nigeria mit 2:1. Sie sehen das anders? Geben Sie Ihren Tipp ab: #TheCornerScores

Bei der Weltmeisterschaft ist eine Menge Geld im Spiel. Doch diesmal geht es nicht um die Kosten für den Ausrichter oder die TV-Rechte, sondern um die Hauptakteure. Bei insgesamt fast elf Milliarden Euro liegt der Marktwert aller 736 WM-Spieler zusammen.

Geschätzte 622 Millionen Euro ist der Kader des amtierenden Weltmeisters Spanien wert. Geld schießt keine Tore, mag man da nach Spaniens Ausscheiden in der Vorrunde hinzufügen. Deutschland und Brasilien landen in der Hitliste der teuersten WM-Teilnehmer auf dem zweiten und dritten Platz.

Und der Blick auf das Ende der Geldrangliste zeigt: Der Mannschaft aus Honduras wird der geringste Marktwert zugeordnet, Australien, der Iran und Costa Rica haben ebenfalls vergleichsweise kostengünstige Kader.