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Grenoble: Werbetafeln sollen ab Januar verschwinden

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Grenoble: Werbetafeln sollen ab Januar verschwinden

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Es war ein Wahlversprechen des grünen Bürgermeisters von Grenoble: Werbeflächen sollen aus dem Stadtbild verschwinden. Ab Januar will die Alpenstadt 326 bunte Tafeln nach und nach verschwinden lassen. Ende des Jahres läuft ein Vertrag mit dem Werbeunternehmen JCDecaux aus. Die Stadt wolle die Gelegenheit für einen umfassenden Wandel nutzen, so die Lokalpolitikerin Lucile Lheureux. Die Inserenten und die Werbeunternehmen wollten von den statischen auf digitale Anzeigen wechseln, doch die Stadt habe sich dagegen entschieden. “Wir wollen nicht, dass die Kinder unserer Stadt auf der Straße animierter Werbung und Fernsehbildschirmen ausgesetzt sind”, so Lheureux.

Wo heute Werbeflächen stehen, sollen bald Bäume gepflanzt werden. Die Stadt könne so ruhiger werden und sich wieder mehr dem lokalen Handel zuwenden, so der Bürgermeister. Untersuchungen zufolge empfänden ein Großteil der Franzosen Werbung als aufdringlich , so die Stadt. “Werbung bedrängt uns”, so ein Grenobler. “Es ist wirklich befreiend, in Ländern oder Städten unterwegs zu sein, in denen es keine Werbung gibt.”

Dem Werbeunternehmen JCDecaux zufolge wird die Stadt Grenoble auf jährlich 600.000 Euro an Einnahmen verzichten müssen. Das Rathaus bestritt diese Zahl. Es verdiene jährlich nur etwa 150.000 Euro durch Werbung.