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Griechenland und Türkei: Respekt trotz Meinungsverschiedenheiten

Griechenland und die Türkei wollen im Verkehrs- und Energiebereich enger kooperieren und ihre Konflikte abbauen. Dabei wollen beide auch zur Lösung

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Griechenland und die Türkei wollen im Verkehrs- und Energiebereich enger kooperieren und ihre Konflikte abbauen. Dabei wollen beide auch zur Lösung der Zypernfrage beitragen. Dies ist das Ergebnis eines zweitägigen Treffens der Regierungschefs Antonis Samaras und Ahmet Davutoglu. Ein Stein des Anstoßes: Zypern ist geteilt: Der griechische Teil gehört als eigenständiger Staat zur EU, der nach einer türkischen Militärintervention geschaffene türkische Teil wird nur von der Türkei anerkannt. Vor Zyperns Küsten wurden Erdgasfelder entdeckt, um deren Ausbeutung nun gestritten wird.
Samaras sagte: “Es ist altbekannt, dass wir ernste Meinungsverschiedenheiten haben. Wir geben das auch zu. Dennoch ist es unser erklärtes Ziel, in unseren Beziehungen Respekt für den anderen zu zeigen.” Auch Davutoglu räumte ein, dass es in einigen Fragen so wörtlich “substanzielle Meinungsverschiedenheiten” gebe. Dies betrifft vor allem die Hoheitsrechte in der Ägäis sowie die Zypernfrage.

Samaras versicherte jedoch, Griechenland unterstütze einen Beitritt der Türkei zur EU. Ankaras EU-Mitgliedschaft würde “riesige Vorteile” für das Nachbarland mit sich bringen.

Es war das dritte Treffen des sogenannten Höchsten griechisch-türkischen Regierungsrats seit 2010. An diesem nahmen insgesamt 18 Minister sowie mehr als 400 Unternehmer der beiden Nachbarstaaten teil.