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Geschenke für die Front - ukrainische "Cyborgs" besuchen Kindergarten

Ein Besuch, der Abwechslung vom Kriegsalltag bringt: Die Eltern der Kinder eines Kiewer Kindergartens haben für ukrainische Soldaten gespendet, die

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Geschenke für die Front - ukrainische "Cyborgs" besuchen Kindergarten

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Ein Besuch, der Abwechslung vom Kriegsalltag bringt: Die Eltern der Kinder eines Kiewer Kindergartens haben für ukrainische Soldaten gespendet, die eigentlich in Donezk kämpfen. Diese bedankten sich jetzt persönlich mit einem Besuch in dem Kindergarten. Auch die Kinder zeigten ihre Dankbarkeit für den Einsatz der Männer. Sie führten traditionelle Tänze auf und sangen volkstümliche Lieder.

Meinung

"Der größte Wunsch der Kinder ist, dass die Soldaten lebend zurückkommen."

Die Soldaten wurden mit ihren Kriegsverletzungen in Kiew behandelt. Viele von ihnen haben so etwas schon lange nicht mehr erlebt. “Diese Kinder haben uns so viel Wärme gegeben”, so ein Soldat mit dem Rufnamen Boa. “Sie erinnern uns daran, dass wir eine Geschichte haben, an die wir uns erinnern sollten und dass wir eine Zukunft haben, für die wir kämpfen sollten.”

Die Soldaten haben sich in der Ukraine den Spitznamen Cyborgs erkämpft – eine Anspielung auf den heftigen, seit Monaten andauernden Kampf um den Flughafen in Donezk, für den es in den Augen vieler Ukrainer scheinbar übernatürliche Kräfte und außergewöhnlich viel Mut braucht. Die Chefin des Kindergartens, Svitlana Pozikhailo: “Wir möchten den Soldaten das Leben erleichtern. Wir schicken ihnen Kaffee, Medikamente, warme Kleidung und Bilder, die die Kinder gemalt haben. Der größte Wunsch der Kinder ist, dass die Soldaten lebend zurückkommen.”

Nicht allen Soldaten gefällt der Name Cyborg, heißt es in Social-Media Berichten. “Wir sind Menschen, wir wollen, dass das bald vorbei ist”, schrieb einer von ihnen. Nichtsdestotrotz werden die Soldaten die Geschenke wieder mit an die Front nehmen.