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Augenzeugen berichten nach dem Blutbad von Peschawar

Mehr als 130 Schüler, dazu noch mehrere Lehrer, wurden bei dem Angriff der Taliban-Islamisten getötet. Ihr Unglück war, dass sie hier in Peschawar in

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Augenzeugen berichten nach dem Blutbad von Peschawar

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Mehr als 130 Schüler, dazu noch mehrere Lehrer, wurden bei dem Angriff der Taliban-Islamisten getötet.

Ihr Unglück war, dass sie hier in Peschawar in eine Schule gingen, die von der Armee betrieben wird.

Andere überlebten den Angriff, wie Achmed Tahir, der in die neunte Klasse geht.

“Die haben von da drüben geschossen”, sagt er in einem Hörsaal. “Ich bin dann dahin, rechts von der Tür. Viele Schüler erstarrten einfach, und die auf den Stühlen waren in der Panik zumeist eingekeilt.”

“Ich habe so viele von meinen Mitschülern liegen sehen, von Kugeln getroffen, wie sie nach Hilfe riefen.”

“Wie man an den Schuhen sehen kann, keiner hat noch an seine Sachen gedacht. Die haben alles stehen und liegen lassen und sind um ihr Leben gelaufen.”

Sie sei nach dem Anschlag in das Militärkrankenhaus gegangen, sagt Andlib Aftab, eine Lehrerin der Schule, deren älterer Sohn ebenfalls getötet wurde.

“Ich sah dort viele Kollegen stehen”, beschreibt sie. “Dann wurde ich gebeten, in einen Raum zu gehen und tote Mitarbeiter zu identifizieren.”

“Die wussten in dem Krankenhaus ja nicht, dass ich selber meinen Sohn verloren hatte, und dass ich auf der Suche nach ihm war.”