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Wenig Weihnachtsstimmung bei Christen im Irak

Weihnachten wird auch im Irak gefeiert – soweit dies den Christen dort angesichts der angespannten Lage in ihrem Land möglich ist. In einer Schule in

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Wenig Weihnachtsstimmung bei Christen im Irak

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Weihnachten wird auch im Irak gefeiert – soweit dies den Christen dort angesichts der angespannten Lage in ihrem Land möglich ist. In einer Schule in Bagdad etwa haben sich rund 80 Familien getroffen. Das Gebäude bietet ihnen vorübergehend Schutz.

Doch es ist kein gewöhnliches Weihnachtsfest, wie ein Mann im Weihnachtsmannkostüm erklärt: “Früher haben wir Geschenke an die Kinder verteilt. Aber in diesem Jahr haben wir auf die Kinder Rücksicht genommen, die vor der Gewalt in Mossul und in anderen nördlichen Gebieten hierher nach Bagdad geflohen sind.”

Bei den im Nordirak verbliebenen Christen ist die Weihnachtsstimmung besonders gedämpft. In der Stadt Dohuk sind mehr als 200 Christen in einem Kulturzentrum untergekommen. Sie wollen zumindest den Kindern etwas Weihnachtliches bieten.

“Es ist zwar Weihnachten, aber wir feiern nicht”, sagt eine Christin. “Welche Schuld trifft unsere Kinder? Sie haben nichts getan. Alle westlichen Länder feiern und auch wir sind Christen, aber wir werden erniedrigt. Wir hoffen, dass wir im neuen Jahr nach Hause und wieder ins unsere Kirchen gehen können.”

Der Irak beherbergte einst eine der ältesten christlichen Gemeinden weltweit. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Zahl der Christen im Irak allerdings halbiert – auf heute rund 500.000.