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Nach dem Anschlag von Paris hat François Hollande für morgen Staatstrauer verhängt. Außerdem werden die Fahnen drei Tage lang auf Halbmast wehen.

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Nach dem Anschlag von Paris hat François Hollande für morgen Staatstrauer verhängt. Außerdem werden die Fahnen drei Tage lang auf Halbmast wehen.

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Nach dem Anschlag von Paris hat Frankreichs Präsident für morgen Staatstrauer verhängt.

Außerdem werden die Fahnen auf öffentlichen Gebäuden drei Tage lang auf Halbmast wehen.

François Hollande nannte in einer Fernsehansprache die Opfer des Anschlags “unsere Helden”; sie seien für die Freiheit gestorben.

Die stärkste Waffe gegen solche Angriffe, sagte der Präsident weiter, sei “unsere Einigkeit”.

Nichts könne die Franzosen auseinanderbringen, und nichts dürfe die Bevölkerung spalten.

Bei dem Anschlag auf den Sitz der Satirezeitschrift “Charlie Hebdo” hatten unbekannte Täter zwölf Menschen getötet.

Die Zeitschrift geht in ihrer Satire seit jeher mit allem respektlos um, auch und gerade mit Religionen und ihren Vertretern.

Bei Moslems hat sie sich schon früher unbeliebt gemacht.

Ein Staatstrauertag wie jetzt nach dem Anschlag auf “Charlie Hebdo” wird in Frankreich nur äußerst selten ausgerufen.

Es ist das fünfte Mal seit Bestehen der Fünften Republik, also seit 1958.

Zuletzt beging Frankreich 2001 einen Staatstrauertag, wie damals die ganze Europäische Union.

Das war am 14. September 2001, drei Tage nach den islamistischen Anschlägen in den USA.

In den anderen drei Fällen waren die einstigen Staatspräsidenten François Mitterrand (1996) und Charles de Gaulle (1970) sowie das noch regierende Staatsoberhaupt Georges Pompidou (1974) gestorben.