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Papst ruft Sri Lanka zur Versöhnung auf

Im Rahmen seiner Reise nach Sri Lanka hat Papst Franziskus ein Marienheiligtum besucht, das im einstigen Bürgerkriegsgebiet im Norden der Insel liegt.

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Im Rahmen seines Besuchs in Sri Lanka hat Papst Franziskus den Schrein “Unserer Lieben Frau von Madhu” besucht. Das der Gottesmutter geweihte Heiligtum liegt im Norden der Insel, wo mehr als ein Vierteljahrhundert lang ein blutiger Bürgerkrieg tobte. Die 400 Jahre alte Marienstatue wird nicht nur von tamilischen und singhalesischen Christen, sondern auch Anhängern anderer Religionen besucht und verehrt.

Meinung

Nur wenn wir im Licht des Kreuzes zur Einsicht gelangen, zu welchem Übel wir fähig sind und an welchem wir sogar teilgenommen haben, können wir echte Reue und aufrichtige Buße erfahren

“Es gibt Leute, die wollen Teil der Masse sein und andere, die das nicht wollen. Wie Sie sehen, gibt es Menschen, die sehr bescheiden sind und nicht nach Kasten- oder Religionszugehörigkeit urteilen. Er gehört zu denen”, meint Felecia Roderigo, ein Ceylonese, der in Kanada lebt.

Franziskus betete in Madhu dafür, dass die Mitglieder der tamilischen Minderheit und die der singhalesischen Mehrheit wieder zu einer Familie werden. Dazu sollten sie Sühne leisten. “Nur wenn wir im Licht des Kreuzes zur Einsicht gelangen, zu welchem Übel wir fähig sind und an welchem wir sogar teilgenommen haben, können wir echte Reue und aufrichtige Buße erfahren”, sagte Papst Franziskus.

Während des Bürgerkriegs wurde die Einrichtung als Flüchtlingslager benutzt. Die von Sri Lankas Bischöfen dort erklärte entmilitarisierte Zone wurde von den Bürgerkriegsparteien respektiert. Im Dezember 2010 wurde das Heiligtum wiedereröffnet.

Weiterführende Links

Pope Francis visit Sri Lanka - 2015

Radio Vatikan (deutsch)