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Schlagabtausch im Weltsicherheitsrat zur Lage in der Ukraine

Die jüngsten russischen Friedensvorschläge seien ein Plan zur Besatzung, sagte die amerikanische Vertreterin. Die USA würden provozieren, beklagte ihr russischer Kollege.

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Schlagabtausch im Weltsicherheitsrat zur Lage in der Ukraine

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Bei dem Treffen des Weltsicherheitsrats zur Lage in der Ukraine flogen für diplomatische
Verhältnisse die Fetzen.

Berlin und seine Gesprächsrunde samt der dortigen vorsichtigen Zuversicht sind hier in New York weit weg.

Die jüngsten Friedensvorschläge des russischen Präsidenten seien ein Plan zur Besatzung, sagt Samantha Power, die amerikanische Botschafterin bei der UNO.

Stattdessen müsse man die schon vorhandenen Friedenspläne umsetzen, die Russland unterzeichnet und gebrochen habe.

Wenn es Russland mit dem Frieden ernst meine, so Power weiter, solle es sich an das Minsker Abkommen halten, dem es vor über vier Monaten zugestimmt habe.

Die USA hätten sich in der Ukrainekrise destruktiv verhalten, sagt dagegen der russische UNO-Botschafter Witali Tschurkin.

Man müsse die Dinge beim Namen nennen: Die USA hätten provoziert. Jedesmal, wenn hohe amerikanische Vertreter Kiew besucht hätten, so Tschurkin, sei die ukrainische Regierung wieder auf Konfrontation ausgewesen.

Wie man sich im Osten der Ukraine aber friedlich einigen könnte, ist zur Zeit wieder völlig offen.

Russland kritisiert die ukrainische Mobilmachung, die Ukraine beklagt sich, dass bei den Aufständischen im Landesosten tausende russische Soldaten kämpfen würden – was Russland wiederum bestreitet.