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Gefangenenaustausch mit IS-Miliz: Amman fordert Sicherheiten

Zahlreiche Menschen haben in Amman für die Freilassung des jordanischen Piloten protestiert. Er befindet sich seit dem 24. Dezember in den Händen der

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Gefangenenaustausch mit IS-Miliz: Amman fordert Sicherheiten

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Zahlreiche Menschen haben in Amman für die Freilassung des jordanischen Piloten protestiert. Er befindet sich seit dem 24. Dezember in den Händen der IS-Miliz. Die Regierung erklärte, man habe Verhandlungen aufgenommen. Jedoch wolle man zunächst sicher gehen, dass die Geisel noch am Leben ist.

In einer am Donnerstag veröffentlichte Audiobotschaft hatten die Dschihadisten offenbar ein neues Ultimatum für einen Gefangenenaustausch gestellt. In der Aufzeichnung soll ein ebenfalls gefangener japanischer Journalist zu hören sein. Er drängt darin auf die Freilassung einer in Jordanien inhaftierten Islamistin im Austausch gegen seine Freilassung. Auch wollen die IS-Kämpfer im Fall eines Gefangenentauschs den jordanischen Piloten am Leben lassen. Die Islamistin, deren Freilassung die IS-Miliz fordert, soll an Anschlägen in Amman im Jahr 2005 beteiligt gewesen, 60 Menschen wurden damals getötet.

Obwohl der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe zuvor im Parlament erklärte, dass Japan gegenüber den Terroristen nicht nachgeben werde, äußerte sich die Mutter des gefangenen Piloten hoffnungsvoll zur Freilassung ihres Sohnes. Sie vertraue darauf, dass Abe sein Volk vor jeglicher Gefahr beschütze, sagte sie auf einer Pressekonferenz. Ein japanischer Regierungsvertreter kam in der jordanischen Hauptstadt an, um mit den Behörden vor Ort für die Freilassung beider Geiseln zusammenzuarbeiten.