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Geiseln der IS-Miliz: Neue Botschaft mit Ultimatum veröffentlicht

Die Terrormiliz “Islamischer Staat” hat in einer Audiobotschaft offenbar ein neues Ultimatum für einen Gefangenenaustausch gestellt. Darin soll die

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Geiseln der IS-Miliz: Neue Botschaft mit Ultimatum veröffentlicht

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Die Terrormiliz “Islamischer Staat” hat in einer Audiobotschaft offenbar ein neues Ultimatum für einen Gefangenenaustausch gestellt. Darin soll die Stimme der japanischen Geisel Kenji Goto zu hören sein. Demnach werde der ebenfalls gefangen gehaltene jordanische Pilot Muath al-Kaseasbeh getötet, wenn Jordanien die inhaftierte Islamistin Sajida al-Rishawi nicht bis Sonnenuntergang übergebe. Sie solle an der türkischen Grenze gegen Goto getauscht werden. Die Echtheit der Botschaft konnte nicht bestätigt werden.

Der japanische Regierungschef Shinzo Abe erklärte im Parlament in Tokio, Japan werde gegenüber den Terroristen nicht nachgeben. Die Aktivitäten der IS-Miliz richteten sich gegen unschuldige Zivilisten, so Abe. Er verurteile die Taten der Terroristen aufs Schärfste. Ihr Handeln sei abscheulich und absolut unverzeihlich.

Der jordanische König sicherte der Familie des jordanischen Piloten unterdessen seine Unterstützung zu, das berichtete der Vater des Entführten nach einem Treffen mit dem Monarchen. Jordanien hatte einem früheren Ultimatum am Mittwoch bereits zugestimmt. Die Regierung steht offenbar in indirekten Verhandlungen mit den Terroristen. Sie habe eigenen Angaben zufolge jedoch keine Beweise dafür, dass der Pilot noch am Leben sei.

Der jordanische Pilot hatte im Auftrag der internationalen Allianz Angriffe gegen den IS geflogen. Er stürzte Ende Dezember mit seiner Maschine in Syrien ab und wurde von den Dschihadisten aufgegriffen.