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Immer mehr Zivilisten zwischen den ostukrainischen Fronten

Die Kämpfe in der Ostukraine gehen unvermindert weiter. Am heftigsten sind die Kämpfe weiterhin in Debalzewe. Die Gefahr für Zivilisten ist überall

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Immer mehr Zivilisten zwischen den ostukrainischen Fronten

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Die Kämpfe in der Ostukraine gehen unvermindert weiter. Am heftigsten sind die Kämpfe weiterhin in Debalzewe. Die Gefahr für Zivilisten ist überall nahe der Front stark gestiegen.

Meinung

Auf einmal gab es eine Explosion. Aber Ich verstand gar nicht, was passiert war.

So auch in der Rebellenhochburg Donezk. Immer wieder schlagen Granaten im Stadtgebiet ein. “Auf einmal gab es eine Explosion”, sagte eine Frau, fassungslos. “Aber ich verstand gar nicht, was passiert war. Dann, Sekunden später, noch eine Explosion.”

Für die Stadt Debalzewe, die die Separatisten einzukreisen versuchen, forderte die OSZE jüngst dringend eine dreitägige Feuerpause, um die Evakuierung eingeschlossener Zivilisten zu ermöglichen.

Auch die Behandlung von Verletzten ist ein Problem. Auf Seiten der Separatisten würden vielen Kämpfer auch in Russland behandelt, berichtete ein Mann, der auf einer Rehabilitationsstation in der russischen Stadt Asow bei Rostow am Don liegt.

“Sie brachten mich ins ostukrainische Rovenky und operierten”, erinnert sich der Kämpfer. “Das Schrappnell in meiner Brust ließen sie drin. Am nächsten Morgen holten mich Kosaken aus der Intensivstation und brachten mich über die Grenze.”

Von rund 5000 Toten im Zuge des Konfliktes waren Beobachter schon vor Wochen ausgegangen. Die Eskalation der vergangenen Wochen dürfte diese Zahl noch einmal deutlich gesteigert haben.