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Terror in Libyen: Arabische Liga befürwortet gemeinsames Vorgehen

Die Arabische Liga hat bei einer Sitzung in der ägyptischen Hauptstadt Kairo die Bildung einer schnellen Eingreiftruppe zur Bekämpfung der Miliz

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Die Arabische Liga hat bei einer Sitzung in der ägyptischen Hauptstadt Kairo die Bildung einer schnellen Eingreiftruppe zur Bekämpfung der Miliz Islamischer Staat erörtert.

Gleichzeitig befürwortete die Organisation, die 22 Staaten vertritt, die Luftschläge Ägyptens gegen Stellungen mutmaßlicher IS-Ableger in Libyen.

Ein Sprecher der Arabischen Liga sagte:

“Der Generalsekretär der Arabischen Liga Nabil Elaraby hat alle arabischen Außenminister angeschrieben und zur Reaktivierung der gemeinsamen Verteidigungsvereinbarung im Kampf gegen den Terrorismus aufgerufen.”

Ägypten hatte nach den Luftangriffen in Libyen auf einen internationalen Militäreinsatz in dem Nachbarland unter einem Mandat der Vereinten Nationen gedrängt.

Der UN-Sicherheitsrat wollte sich am Mittwochabend mit der Lage in Libyen befassen.

Anlass der Luftschläge war die mutmaßliche Enthauptung von 21 ägyptischen Christen durch eine militante Gruppe in Libyen, die sich der IS-Miliz zuordnet. IS-Verbündete kontrollieren inzwischen einige Regionen des Landes und sind auch in Tripoli und Benghazi präsent.

Laut einem US-Medienbericht# befürchtet die italienische Regierung eine ansteigende Zahl von Flüchtlingen aus Libyen und eine damit verbundene Einschleusung von IS-Kämpfern über den Seeweg nach Italien.

Nach Angaben der italienischen Tageszeitung ““La Stampa”“:http://www.lastampa.it/ sind seit Jahresbeginn fast 7700 Flüchtlinge in italienischen Küstengebieten eingetroffen. Bis Ende Februar wird laut dem Bericht ein Anstieg auf 10.000 Flüchtlinge erwartet.