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Schmuggel-Vorwürfe gegen argentinischen Ex-Spion: Verbindung zur Affäre um tot aufgefundenen Staatsanwalt Nisman

Der ehemalige Chef der argentinischen Spionageabwehr SI, Antonio Stiuso, wird des Schmuggels beschuldigt. Stiuso ist in die Affäre um den mysteriösen

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Schmuggel-Vorwürfe gegen argentinischen Ex-Spion: Verbindung zur Affäre um tot aufgefundenen Staatsanwalt Nisman

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Der ehemalige Chef der argentinischen Spionageabwehr SI, Antonio Stiuso, wird des Schmuggels beschuldigt.

Stiuso ist in die Affäre um den mysteriösen Tod eines argentinischen Staatsanwaltes verwickelt, in der offenbar auch Präsidentin Cristina Fernández eine Rolle spielt.

Der argentinische Geheimdienstchef Oscar Parrilli wirft Stiuso und zwei weiteren Ex-Spionen Schmuggel im großen Stil vor:

“In den Jahren 2013, 2014 und bis heute wurden nach uns vorliegenden Dokumenten 67 Importe mit einem Gesamtgewicht von 94.000 Kilogramm durchgeführt. Diese Importe betrachten wir als Schmuggelgut, weil sie nicht an den Geheimdienst gesendet wurden oder etwas mit dem Geheimdienst zu tun haben.”

Staatsanwalt Alberto Nisman untersuchte den Terror-Anschlag auf ein jüdisches Gemeindezentrum in Argentinien im Jahr 1994 mit 85 Todesopfern und wurde dabei nach Regierungsagaben von Antonio Stiuso manipuliert.

Nisman war vor gut einem Monat in seiner Wohnung tot aufgefunden worden. Er starb durch einen Kopfschuss.

Der Leichenfund erfolgte kurz bevor Nisman seine Ermittlungsergebnisse zur Verstrickung von Staatspräsidentin Cristina Fernández in die Affäre um den Anschlag vor Gericht vorbringen sollte.

Die Präsidentin soll die mutmaßlichen iranischen Drahtzieher des Attentats von den Fahndungslisten gestrichen haben, um engere Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran zu etablieren.