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Australien: Abbott kündigt Kampagne gegen Islamisten-Propaganda an

Nach erneuten Vorfällen mit vermeintlichen jugendlichen Dschihadisten hat der australische Premier eine großangelegte Kampagne gegen Radikalisierung durch islamistische Gruppen angekündigt. Der Zoll h

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Australien: Abbott kündigt Kampagne gegen Islamisten-Propaganda an

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Nach erneuten Vorfällen mit vermeintlichen jugendlichen Dschihadisten hat der australische Premier Tony Abott eine groß angelegte Kampagne gegen Radikalisierung durch islamistische Gruppen angekündigt. Der Zoll hatte am Freitag zwei Brüder mit Tickets in den Nahen Osten am Flughafen in Sydney abgefangen.

Meinung

Die zwei Teenager, die versuchten in den Nahen Osten zu kommen und durch die Wachsamkeit der Grenzbehörden aufgehalten wurden, sind weitere Beispiele für die Anziehungskraft dieses Todeskultes.

Vor allem die extremistische Propaganda im Netz sei eine Gefahr, so Abott: “Es scheint, dass zu viele Australier von diesem Todeskult gehirngewaschen werden. Die zwei Teenager, die versuchten in den Nahen Osten zu kommen und durch die Wachsamkeit der Grenzbehörden aufgehalten wurden, sind weitere Beispiele für die Anziehungskraft dieses Todeskultes. Es ist wichtig, dass wir alles tun, was wir können, um dagegen vorzugehen.” Laut Justizminister sollen umgerechnet fast 13 Millionen Euro für die Kampagne bereitgestellt werden, das berichtet der australische Rundfunk SBS.

Die am Flughafen festgehaltenen Brüder konnten in Begleitung ihrer Eltern nach Hause zurückkehren. Unterdessen berichten australische Medien, dass ein als “weißer Dschihadist” bekannt gewordener Kämpfer der IS-Miliz als ein 18-Jähriger aus Melbourne identifiziert wurde. Der 18-jährige Schüler sei zum Islam übergetreten und habe die Schule Mitte vergangenen Jahres abgebrochen, berichtete der Nachrichtendienst der Fairfax-Medien. Er sei nach Istanbul geflogen und von dort nach Syrien weitergereist, wie Dokumente zeigten. Die australische Polizei habe Kenntnis von den Berichten, sagte ein Sprecher. “Wir können weder bestätigen noch dementieren, ob wir ermitteln oder nicht”, hieß es. Ein Bild des Teenagers mit Waffe in der Hand, zwischen zwei Kämpfern und vor der IS- Flagge, war im Dezember auf sozialen Netzwerken zu sehen. Ein Familienmitglied sowie mehrere Bekannte hätten den Jungen identifiziert, berichtete Fairfax.

Laut der Polizei kämpfen mehr als 100 Australier auf der Seite von Extremisten im Irak. Canberra beteiligt sich an der von den USA angeführten Koalition gegen die IS-Milizen im Irak.