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"Petrolão"-Affäre bringt Brasiliens Regierungslager unter Druck

In einem der größten Korruptionsskandale Brasiliens geraten immer mehr hochrangige Politiker auch aus dem Regierungslager von Staatschefin Dilma

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"Petrolão"-Affäre bringt Brasiliens Regierungslager unter Druck

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In einem der größten Korruptionsskandale Brasiliens geraten immer mehr hochrangige Politiker auch aus dem Regierungslager von Staatschefin Dilma Rousseff ins Visier der Ermittler. Insgesamt wird es wegen der Schmiergeldaffäre beim staatlich kontrollierten Öl-Konzern Petrobras Ermittlungen gegen 49 Personen geben, 47 davon sind Politiker. Rousseff war lange Zeit Aufsichtsratschefin von Petrobras, gegen sie wird in der Sache derzeit aber nicht ermittelt.

Rousseff forderte zu Geduld auf. Brasilien habe gelernt, Den Ärmsten soziale Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, man gehe mit der harten Hand der Jusiz gegen Korruption vor. Das sei auch bei den gewaltigen und strengen Ermittlungen gegen die bedauerlichen Geschehnisse um Petrobras der Fall gewesen. Jeder habe das Recht, irritiert zu sein und sich besorgt zu zeigen. Aber, so Rousseff, sie bitte um Geduld, es handle sich um eine vorübergehende Angelegenheit.

Bei den Untersuchungen waren im vorigen Jahr mehrere Top-Baukonzerne durchsucht worden und deren Führungsspitzen vorübergehend festgenommen worden. Die Affäre kam im März 2014 ins Rollen, nachdem Ex-Petrobras-Direktor Paulo Roberto Costa festgenommen wurde und er im Gegenzug für eine etwaige Strafmilderung aussagte. Er erhob dabei schwere Anschuldigungen. Für Unmut sorgten in Brasilien auch die enormen Investitionen in die Vorbereitung der Fußballweltmeisterschaft im vergangenen Jahr.