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Lewis Hamilton und die totale Mercedes-Dominanz

Lewis Hamilton machte in Australien einfach dort weiter, wo er im letzten Rennen der vergangenen Saison aufgehört hatte. Der britische Mercedes-Pilot

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Lewis Hamilton und die totale Mercedes-Dominanz

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Lewis Hamilton machte in Australien einfach dort weiter, wo er im letzten Rennen der vergangenen Saison aufgehört hatte. Der britische Mercedes-Pilot gewann den ersten Lauf des neuen Formel-1-Jahres in Melbourne vor seinem Teamkollegen, dem Deutschen Nico Rosberg.

Die beiden Silberpfeile hatten schon das Qualifying dominiert. Mercedes ist und bleibt das Maß der Dinge in der Rennsportkönigsklasse. Hier sehen Sie das Gesamtresultat des Großen Preises von Australien

Sebastian Vettel raste bei seiner ersten Dienstfahrt als Ferrari-Pilot auf den dritten Rang und war mit diesem Ergebnis sehr zufrieden.

Der Niederländer Max Verstappen schrieb in Melbourne Formel-1-Geschichte, obwohl er seinen Torro Rosso gar nicht ins Ziel brachte – ein Motorschaden machte ihm in der 34. Runde einen Strich durch die Rechnung. Mit 17 Jahren und 166 Tagen ist Verstappen der jüngste Fahrer, der jemals einen Formel-1-Lauf bestritt. Sein Vater Jos fuhr von 1994 bis 2003 insgesamt 107 Formel-1-Rennen.

McLaren: Ungeduldiges Warten auf Alonso

Außer Mercedes hatten nicht viele andere Rennställe Grund zur Freude. McLaren durchlitt in Melbourne einen Albtraum: Im Qualifying landeten Jenson Button und Kevin Magnussen auf den letzten beiden Plätzen. Und auch im Rennen wurde es nicht besser.

Nicht nur deshalb warten alle auf Fernando Alonso: Der Spanier musste den Auftakt in Melbourne sausen lassen, nachdem er Ende Februar bei Testfahrten in Barcelona einen Unfall gebaut und sich eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Alonso halte sich strikt an die Vorgaben der Mediziner, teilte McLaren mit. Ob der Spanier beim nächsten Rennen in Malaysia an den Start gehen wird, hängt von abschließenden Untersuchungen ab, die Ärzte des Automobil-Weltverbandes durchführen werden. Alonsos Vertreter Kevin Magnussen konnte aufgrund eines technischen Defekts in Melbourne gar nicht erst starten, Jenson Button wurde zweimal überrundet und kam als Letzter ins Ziel.

Jack Brabham: Tüftler und Weltmeister

Wie Fernando Alonso gewann auch Jack Brabham einst zwei Weltmeister-Titel in Folge. Anders als Alonso aber wurde das australische Rennsport-Idol dann noch einmal Weltmeister; er hinterließ große Spuren in der Formel 1.

15 Jahre lang, von 1955 bis 1970, fuhr Jack Brabham in der Rennsportkönigsklasse. Doch der Australier war auch ein technisch versierter Tüftler, dem 1966 Einmaliges gelang: Brabham wurde in einem selbstgebauten Wagen Formel-1-Weltmeister. Ein großer Star war der Australier trotz seiner drei WM-Titel nie. Er war ein stiller Vertreter, der sich lieber zurückhielt. Jack Brabham starb im vergangenen Mai im Alter von 88 Jahren.

Adelaide 1986: Ein Saisonfinale für die Geschichtsbücher

Erst 1985 kam die Formel 1 nach Australien, ein Jahr später erlebten die Rennsport-Freunde “down under” ein bis heute unvergessenes Spektakel.

Williams-Pilot Nigel Mansell ging auf dem Kurs in Adelaide von der Pole Position aus ins Rennen. Der Brite führte in der WM-Wertung und war damit Favorit. Doch auch sein Teamkollege Nelson Piquet und Alain Prost im McLaren konnten noch Weltmeister werden. In der 64. Runde erlitt Mansell einen spektakulären Reifenschaden und war damit raus. Sein Williams-Kollege Piquet musste an die Box, Prost nutzte die Gelegenheit und wurde zum zweiten Mal Formel-1-Weltmeister.

Prost und weitere bekannte Namen in der Formel E

Alain Prost hat seine Rennsport-Begeisterung an den Nachwuchs weitergegeben. Sein Sohn Nicolas Prost fährt in der Formel E. Er gewann jüngst den WM-Lauf in Miami und übernahm damit die Führung in der Rennserie für Elektroautos.

Prost junior verwies in Miami den US-Amerikaner Scott Speed sowie den Deutschen Daniel Abt auf die Plätze. Auch der frühere Formel-1-Fahrer Nick Heidfeld aus Deutschland ist übrigens in der Formel E aktiv. Er fuhr in Miami auf den zwölften Rang. Und es gibt weitere prominente Namen in der Rennserie: Nelson Piquet junior, der Sohn des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters, der Italiener Jarno Trulli (von 1997 bis 2011 in der Formel 1) sowie Bruno Senna, Neffe von Ayrton Senna, fahren in Elektrokisten.