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OSZE-Debatte: Eiszeit zwischen russischem und ukrainischem Botschafter

Wie tief der Graben in politischer Hinsicht zwischen Russland und der Ukraine ist, wurde bei einer Konferenz der “Organisation für Sicherheit und

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OSZE-Debatte: Eiszeit zwischen russischem und ukrainischem Botschafter

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Wie tief der Graben in politischer Hinsicht zwischen Russland und der Ukraine ist, wurde bei einer Konferenz der “Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa” (OSZE) deutlich. In Washington würdigten sich die Abgesandten beider Länder keines Blickes, obwohl sie auf dem Diskussionspodium direkt nebeneinander saßen. Stattdessen wurden verbale Giftpfeile abgefeuert.

“Das, was als russische Aggression dargestellt wird, ist in Wirklichkeit ein Krieg der ukrainischen Regierung gegen ihr eigenes Volk. Ich würde unseren Freunden raten, die Wirklichkeit nicht zu verdrehen. Regierungstruppen töten ukrainische Bürger”, sagte Sergej Kislyak, Russlands Botschafter in den USA.

Sein ukrainischer Amtskollege hielt dagegen: “Das ist ein Märchen, das sich der Kreml ausgedacht hat und das der Kreml ständig erzählt, um für Probleme in der Ukraine zu sorgen. Eine unabhängige und demokratische Ukraine ist für den Kreml keine Option”, so Oleksandr Motsyk.

Kislyak bezeichnete die Mitglieder der ukrainischen Regierung als Faschisten, Motsyk sagte, Russland habe die Halbinsel Krim gestohlen.

euronews-Korrespondent Stefan Grobe kommentiert: “Wenn Körpersprache ein Anhaltspunkt wäre, dann läge eine Verständigung zwischen der Ukraine und Russland in weiter Ferne. Beide Botschafter vermieden Augenkontakt, selbst als beide einen unterkühlten Händedruck austauschten. Zumindest blieben sie höflich.”