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Scharfe Kritik an griechischen Reparationsforderungen

Deutsche Politiker haben die griechischen Reparationsforderungen scharf zurückgewiesen. Vizekanzler Sigmar Gabriel nannte es “dumm”, die

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Scharfe Kritik an griechischen Reparationsforderungen

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Deutsche Politiker haben die griechischen Reparationsforderungen scharf zurückgewiesen. Vizekanzler Sigmar Gabriel nannte es “dumm”, die Reperationsfrage mit der Schuldenproblematik Griechenlands zu vermischen. Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) forderte die griechische Regierung zu “verantwortungsbewusstem” Handeln auf:

“Eines ist aber klar, man sollte dieses Thema nicht instrumentalisieren, um etwaige Finanzlücken im griechischen Haushalt damit überbrücken zu können. Das wirkt auch unangemessen und ist auch im Vergleich zu den Deutschen meiner Meinung nach die völlig falsche Strategie. Hinzu kommt, dass die Bundesregierung erklärt hat, sie hält das abschließend für geregelt, dabei, glaube ich sollten wir es auch belassen. Und es ist auch keine sehr clevere Strategie von Griechenland, Reparationszahlungen zu fordern und eigentlich damit Geld aus dem Eurotopf zu meinen”, sagte Söder in Starnberg.

Der stellvertretende Finanzminister Dimitris Mardas hatte am Montagabend im Parlament in Athen erstmals die griechische Forderung beziffert. Nach zweijährigen Berechnungen kamen Experten des griechischen Finanzministeriums und der Zentralbank, auf die Summe von 278,7 Milliarden Euro.

Griechenland verlangt Entschädigungen für Kriegsverbrechen und Kriegsschäden sowie die Rückzahlung einer Zwangsanleihe, die 1942 die Bank von Griechenland der Deutschen Reichsbank gegeben haben soll.

Weiterführende Links

Haltung der Bundesregierung zu Reparationsforderungen

Geolitico: Griechische und andere Altschulden

Die Welt: Griechenlands 476-Millionen-Anleihe gibt es nicht

FAZ: Historische Schulden? Die Akte Griechenland