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Dänemark: Bessere Hilfe für Obdachlose

Die dänische Stadt Odense hat die Zahl ihrer Obdachlosen deutlich reduziert. Sozialarbeiter aus acht europäischen Ländern treffen sich zurzeit dort

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Dänemark: Bessere Hilfe für Obdachlose

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Die dänische Stadt Odense hat die Zahl ihrer Obdachlosen deutlich reduziert. Sozialarbeiter aus acht europäischen Ländern treffen sich zurzeit dort, um die neuen Strategien gegen die Wohnungslosigkeit kennenzulernen.

In Dänemark stieg die Zahl der Obdachlosen zwischen 2009 und 2013 durchschnittlich um mehr als sechzehn Prozent. In Odense sank sie im selben Zeitraum um fast 50 Prozent.

“Logischerweise ist eine billige und gute Wohnung die wichtigste Voraussetzung”, so der Wohnungsberater Tom Rønning. “Außerdem achten wir darauf, dass die Drogenabhängigen nicht dicht beieinander wohnen. Das ist der Grund, warum wir hier in Odense erfolgreicher sind als an anderen Orten.”

Drogenabhängige Obdachlose bekommen so zunächst eine Wohnung gestellt und müssen erst dann mit einem Entzug beginnen. Bisher lief das andersherum.

Einer, der von dem neuen Ansatz profitierte, ist Jimmy Schramm. Vor einem Jahr kam er aus dem Gefängnis, unmittelbar danach warb ihn die Stadt für ihr neues Programm.

“Ich war neunzehn Jahre lang drogenabhängig”, so Jimmy Schramm. “Jetzt ist der Moment gekommen, damit aufzuhören. Ich bin 34 Jahre alt, ich habe noch jede Menge Zeit, das hoffe ich jedenfalls.”

Er betont, es sei wichtig, ein Zuhause zu haben, so treibe man sich nicht auf den Straßen herum. Das verleite viele dazu, kriminell zu werden.