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Umweltprobleme in Olympia-Stadt Rio: "Du ruderst und fühlst dich krank"

Die malerische Kulisse trügt: Rio de Janeiro scheinen die Umweltprobleme im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele im kommenden Jahr über den Kopf zu

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Umweltprobleme in Olympia-Stadt Rio: "Du ruderst und fühlst dich krank"

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Die malerische Kulisse trügt: Rio de Janeiro scheinen die Umweltprobleme im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele im kommenden Jahr über den Kopf zu wachsen.

Meinung

Wir bekommen das wohl erst 2018 in den Griff

Aktuell wurden über 500 Kilogramm verendete Fische aus dem Rodrigo de Freitas-See geborgen, auf dem die Ruder- und Kanuwettbewerbe ausgetragen werden sollen.

Ein Ruderer klagte über gesundheitliche Probleme:

“Du ruderst und fühlst dich krank, verschnupft. Also verzichtet man lieber auf das Training und geht.”

Die Stadtverwaltung von Rio de Janeiro hat privaten und industriellen Müll als Ursache für das Fischsterben ausgemacht.

Umweltexperten vermuten dagegen einen chronischen Nährstoffmangel in dem See.

Rio de Janeiros Bügermeister Luiz Fernando Pezão musste eingestehen:

“Wir bekommen das wohl erst 2018 in den Griff und nicht zu den Olympischen Spielen. Die Sauberkeit der Gewässer können wir von jetzt 49 auf 60 Prozent erhöhen.”

Dem Internationalen Olympischen Komitee waren noch im Februar zu 80 Prozent saubere Gewässer zugesagt worden.

Auch die Guanabara-Bucht, in der die Segelwettbewerbe stattfinden, gilt als stark schadstoffbelastet. Im Dezember hatte ein Institut antibiotika-resistente Bakterien nachgewiesen.