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Erneut Ausschreitungen in Johannesburg - Südafrikaner protestieren gegen Fremdenfeindlichkeit

Die südafrikanische Polizei ist in Johannesburg mit Gummigeschossen und Blendgranaten gegen eine Versammlung von mit Macheten bewaffneten Immigranten

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Erneut Ausschreitungen in Johannesburg - Südafrikaner protestieren gegen Fremdenfeindlichkeit

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Die südafrikanische Polizei ist in Johannesburg mit Gummigeschossen und Blendgranaten gegen eine Versammlung von mit Macheten bewaffneten Immigranten aus anderen afrikanischen Ländern vorgegangen. Den Einwanderern standen Dutzende Südafrikaner entgegen, auch sie wurden von der Polizei auseinandergetrieben.

“Wir wissen es nicht”, sagt ein Geschäftsmann aus Nigeria, “wir nehmen ihnen nicht ihre Jobs weg, wir nehmen ihnen gar nichts weg. Wir verstehen es nicht, wir wissen nicht, was sie gegen uns haben.” Ein anderer meint: “Während der Apartheid haben wir Südafrika unterstützt, also wünsche ich, dass die Regierung uns nun versteht, dass sie weiß, dass wir eins sind.”

Die Ausschreitungen in Südafrika dauern seit Wochen an. Bei Angriffen auf afrikanische Migranten in ärmeren Vierteln in Johannesburg und Durban sind mindestens fünf Menschen getötet worden, Hunderte sind auf der Flucht.

In Pretoria kam unterdessen das Kabinett zusammen. Südafrikas Ministerin für internationale Beziehungen, Maite Nkoana-Mashabane, forderte zu Ruhe auf: “Die Angriffe auf ausländische Mitbrüder aus afrikanischen Ländern sind eine Bedrohung für unsere historischen Errungenschaften als Nation. Sie richten sich gegen die demokratischen Werte, die in der südafrikanischen Verfassung festgeschrieben sind.”

In Durban protestierten am Donnerstag zahlreiche Menschen gegen Fremdenfeindlichkeit. Zuvor war es dort zu Straßenschlachten zwischen Südafrikanern und Einwanderern aus Somalia gekommen.