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Student in Paris verhaftet: Er soll Anschläge auf Kirchen geplant haben

In Paris ist ein Mann festgenommen worden, dem vorgeworfen wird, Anschläge auf mindestens eine Kirche geplant zu haben. Nach Angaben der

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Student in Paris verhaftet: Er soll Anschläge auf Kirchen geplant haben

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In Paris ist ein Mann festgenommen worden, dem vorgeworfen wird, Anschläge auf mindestens eine Kirche geplant zu haben. Nach Angaben der französischen Behörden handelt es sich um einen 24 Jahre alten Informatikstudenten.

Innenminister Bernard Cazeneuve erklärte, es sei zahlreiches Beweismaterial sichergestellt worden: “Die Polizei hat im 13. Arrondissement im Auto und in der Wohnung einer Person, die Schussverletzungen hatte, zahlreiche Kriegswaffen, Handfeuerwaffen, Munition, kugelsichere Westen sowie Computer- und Telefontechnik gefunden”, so Cazeneuve.

Der Verhaftete soll den französischen Behörden zufolge zudem Pläne gehabt haben, in den Krieg in Syrien zu ziehen. Er stand mindestens seit vergangenem Jahr unter Beobachtung der Sicherheitsdienste, dennoch waren die Funde, die die Festnahme nach sich zogen, “Zufallstreffer”. Aufgrund einer Beinverletzung hatte der Student einen Krankenwagen gerufen. Da es sich bei der Blessur um eine Schusswunde handelte, wurde die Polizei eingeschaltet, die bei ihren Ermittlungen auf den Wagen stieß, in dem die Waffen lagen. Die Durchsuchung seiner Wohnung folgte – dabei stießen die Ermittler auf Dokumente, die den Schluss zuließen, dass der 24-Jährige Anschläge vorbereitet habe, so Innenminister Cazeneuve. Französische Medien berichten darüber hinaus, die Polizei habe Familie und Freunde des Studenten verhört und weitere Wohnungen durchsucht, eine Frau sei festgenommen worden.

Cazeneuve sagte, der Student stehe zudem in Verdacht, in den Mord an einer Frau verwickelt zu sein. Die 32-Jährige war am Sonntag in Villejuif, einem Vorort von Paris, tot in ihrem Auto aufgefunden worden. Im Fahrzeug befanden sich Blutspuren des Studenten.

Seit den Anschlägen auf die Satirezeitschrift “Charlie Hebdo” sowie einen jüdischen Supermarkt Anfang Januar gelten in Frankreich unter anderem für potentiell gefährdete Gebäude und Einrichtungen verschärfte Sicherheitsbestimmungen.