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Proteste in Burundi sollen zwei Tage ruhen

Bei erneuten gewalttätigen Ausschreitungen in Burundi sind zwei Polizisten und ein Zivilist getötet worden. Polizeiangaben zufolge sind seit Beginn

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Proteste in Burundi sollen zwei Tage ruhen

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Bei erneuten gewalttätigen Ausschreitungen in Burundi sind zwei Polizisten und ein Zivilist getötet worden. Polizeiangaben zufolge sind seit Beginn der Proteste am vergangenen Sonntag über 600 Demonstranten verhaftet worden.

Die Demonstrationen der Opposition in der Hauptstadt Bujumbura richten sich gegen eine geplante dritte Amtszeit von Staatspräsident Pierre Nkurunziza. Die Verfassung des ostafrikanischen Staates erlaubt nur zwei Amtszeiten. Die Regierungspartei argumentiert, dass Nkurunzizas erste Amtszeit von 2005 bis 2010 nicht unter die Regelung fällt, da er damals vom Parlament gewählt worden war und nicht in einer Direktwahl.

Ein Oppositionsführer teilte mit, dass man die Proteste für zwei Tage aussetzen wolle, damit Familien Zeit über den Verlust von Angehörigen trauern können und der Präsident seine Position überdenken könne.

Aus Angst vor Gewalt sind Tausende Einwohner aus Burundi geflohen. In der Hauptstadt wird unterdessen der Kraftstoff knapp. Stundenlange Anstehschlangen bildeten sich vor Tankstellen.

Die Präsidentschaftswahlen sollen am 26. Juni stattfinden.