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Baltimore hofft auf Gerechtigkeit

In Baltimore ist es in der Nacht wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Die Polizei nahm mehr als ein Dutzend Demonstranten fest, die

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Baltimore hofft auf Gerechtigkeit

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In Baltimore ist es in der Nacht wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Die Polizei nahm mehr als ein Dutzend Demonstranten fest, die sich nicht an die verhängte nächtliche Ausgangssperre hielten.

Hintergrund der seit Tagen andauernden Spannungen ist der Tod des 25-jährigen Afroamerikaners Freddie Gray. Er starb an Folgen von Verletzungen, die er in Polizeigewahrsam erlitt.

Noch wenige Stunden zuvor hatten Tausende Demonstranten bei friedlichen Kundgebungen ein Ende der Polizeigewalt gegenüber Afroamerikanern gefordert. Zur Entspannung der Lage hatte die Entscheidung der Staatsanwaltschaft beigetragen, gegen die sechs Polizisten, die Gray festgenommen hatten, Strafverfahren einzuleiten.

Ihnen wird vorgeworfen, den Mann beim Transport in einem Polizeibus misshandelt und ihm medizinische Versorgung verweigert zu haben. Die Polizeigewerkschaft wies die Schuld von den Beamten.

Immer wieder ist es in den vergangenen Monaten in den USA zu Zwischenfällen zwischen weißen Polizisten und schwarzen Männern mit tödlichem Ausgang gekommen.

Staatsanwältin Marilyn Mosby, selbst Tochter und Enkelin von Polizeibeamten, kündigte an, den Fall Freddie Gray anders als die Fälle in Ferguson und New York, nicht im Sand verlaufen zu lassen und die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen. In beiden anderen Fällen waren die Polizisten nicht angeklagt worden.

Die Bürgermeisterin von Baltimore, Stephanie Rawlings-Blake, informiert die Gesellschaft über Twitter über den Fortschritt der Ermittlungen.