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Nepal: Flughafenzoll hemmt Auslieferung von Hilfsgütern

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Nepal: Flughafenzoll hemmt Auslieferung von Hilfsgütern

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Die Behörden Nepals haben die Hoffnung auf weitere Überlebende der Erdbebenkatastrophe vielerorts bereits aufgegeben. Doch immer wieder bergen Helfer Überlebende, wie zuletzt einen Mann, der nach eigenen Angaben mehr als 100 Jahre alt ist. Mehr als eine Woche hatte er unter den Trümmern begraben gelegen.

Meinung

Ein großer Teil der Güter hat uns nicht erreicht. Aber das darf nicht sein.

Obwohl jeden Tag Hilfsgüter aus aller Welt den Flughafen von Kathmandu erreichen, stecken Nahrung und medizinische Ausrüstung zu lange fest. Grund dafür: Die Regierung Nepals will die geltenden Zollregularien nicht lockern. Deren Einhaltung aber braucht Zeit. Und die ist knapp in den Flüchtlingscamps von Kathmandu. Shanti Basnet ist in einem der Lager untergekommen. Er ist empört aufgrund der Versorgungslage: “Ein großer Teil der Hilfe hat uns nicht erreicht. Aber das darf nicht sein, die Lieferungen müssen doch ankommen. So macht es doch keinen Sinn, die Güter überhaupt nach Nepal zu bringen.”

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind insgesamt acht Millionen Menschen in Nepal von den Folgen des Erdbebens unmittelbar betroffen, mehr als 7000 sind demnach dabei ums Leben gekommen. Etwa 300.000 Häuser in der Himalaya-Region seien ganz oder teilweise zerstört worden.