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Speed: Rosberg triumphiert, Massencrash in der Formel E

Nico Rosberg ist es zum ersten Mal in dieser Saison gelungen Überflieger Lewis Hamilton zu schlagen. In der Formel E gab's einen Massencrash, Sebastien Buemi freut sich über seinen zweiten Sieg.

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Speed: Rosberg triumphiert, Massencrash in der Formel E

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Speed ist das Motorsportmagazin von Euronews. Bruno Souza berichtet diese Woche aus Monaco, wo der Große Preis der Formel E ausgetragen wurde. Doch bevor wir in die Welt der elektrischen Autos eintauchen, machen wir einen Boxenstopp in Barcelona, bei der Formel 1.

Formel 1: Rosberg läutet die Aufholjagd ein

Nico Rosberg hat den Bann gebrochen. In Barcelona gewann er das erste Formel-1-Rennen der Saison und läutete die Aufholjagd auf seinen Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton ein. Der britische Silberpfeil-Pilot wurde Zweiter, vor Sebastian Vettel im Ferrari.

Im Gesamtklassement holte Rosberg sieben Punkte auf Spitzenreiter Hamilton auf. Das Rennen in zwei Wochen in Monaco, für Rosberg ein Heimspiel, wird dann zeigen, ob er das Zeug dazu hat, die Spitze zu erobern.

Formel E: Eine Massenkarambolage und ein doppelter Sieger

In der vollelektrischen Formel E kämpfte sich bei jedem der bisherigen sechs Rennen der Saison immer ein anderer Fahrer an die Spitze. In Monaco aber gab’s eine Überraschung.

Der Schweizer Sébastien Buemi hat in der Formel E in Monte Carlo seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Der ehemalige Formel-1-Pilot ist somit der erste Fahrer, der in der nicht einmal einjährigen Geschichte der Rennserie, zwei Siege verzeichnen kann.

Es war ein Rennen, bei dem die Fetzen flogen. Gleich in der ersten Kurve sorgte ein Crash mit fünf Autos für das vorzeitige Aus von Bruno Senna. Auch Daniel Abt musste aufgrund dieser Kollision wenig später aufgeben.

Zweiter wurde Lucas di Grassi vom deutschen Abt-Team mit mehr als zwei Sekunden Rückstand. Auf Rang drei fuhr Nelson Piquet Junior.

Der zweite Deutsche im Rennen, Nick Heidfeld, belegte einen Tag vor seinem 38. Geburtstag Rang 10.

In der Gesamtwertung führt weiterhin der Brasilianer di Grassi vor seinem Landsmann Piquet Junior. Das nächste Rennen ist am 23. Mai in Berlin.

Das alles wäre ohne Alejandro Agag nicht möglich gewesen. Der Spanier ist der Mann hinter der Formel E, mit Euronews hat er über seinen großen Traum gesprochen.

“Wir sind eine Gruppe, die aus der Welt des Rennsports kommt. Wir haben bemerkt, dass es eine Marktlücke gibt im Motorsport, und zwar die Neuen Technologien, nachhaltige und umweltschonende Rennen sozusagen. Deshalb haben wir dieses Projekt ins Leben gerufen, zusammen mit der FIA (Internationale Automobil-Förderation) haben wir einen Wettbewerb für elektrische Autos geschaffen.

Die erste Schwierigkeit, die wir meistern mussten, waren Elektro-Rennwagen, die gab es nämlich nicht. Wir wollten einen Wettbewerb, doch wir hatten keine Autos! Wir mussten uns über die Technologie schlau machen und Partner finden, die uns beim Bau von 40 Rennwagen helfen – und das alles auch noch in einer sehr kurzen Zeit.

Dann mussten wir Austragungsorte finden. Die Formel E wird auf Stadtkursen abgehalten, im Herzen der Städte. Das war schwer. In Monte Carlo existiert die Rennstrecke schon seit Jahren, doch in anderen Städten ist das nicht der Fall. Wir mussten ganze Strecken bauen, und wir hatten nicht viel Zeit dafür.

Doch mit dieser Basis können wir noch weit kommen, die Technologie wird eine entscheidende Rolle spielen. Sobald jemand eine Lösung für das Problem mit den Batterien findet, ist in der Formel E alles möglich.”

Alain Prost muss man nicht vorstellen, er ist vierfacher Formel-1-Weltmeister. Doch jetzt gehört sein Herz ganz der Formel E – er erklärt uns die größten Herausforderungen dieses Sports:

“Gleich bei der ersten Gelegenheit eines elektrischen Formel-Rennens war ich mit an Bord. Renault hat hart an elektrischen Autos gearbeitet, also ist es nur logisch, dass ich ein Teil des Projekts bin. Bei so etwas muss man von Anfang an mit eingebunden sein. Wir verstehen es besser, weil wir der aktive Teil des Projekts sind.

Die größte Herausforderung ist es, mit einem Auto zu arbeiten, das wir nicht selbst entwickelt haben. Das schließt die elektrischen Komponenten, Motor, Batterie und das Gehäuse mit ein. Das Ziel der Ingenieure und Fahrer ist, die Energie so gut wie möglich zu managen. Am Ende treten wir zwar gegeneinander an, doch wir versuchen auch, die Fahrzeuge besser zu verstehen. Wir versuchen, die Zukunft vorzubereiten.”

Das war’s von Speed. Nächsten Sonntag sind wir zurück, mit dem großen Preis im Moto GP in Frankreich.