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Kampf gegen das Vergessen: "Im Labyrinth des Schweigens"

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Kampf gegen das Vergessen: "Im Labyrinth des Schweigens"

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Veilleicht fehlt ihm das Besondere, Außergewöhnliche, um ein richtig großer Film zu sein – aber es gibt trotzdem viele gute Gründe, sich “Im

Veilleicht fehlt ihm das Besondere, Außergewöhnliche, um ein richtig großer Film zu sein – aber es gibt trotzdem viele gute Gründe, sich “Im Labyrinth des Schweigens” anzuschauen. Der Film von Giulio Ricciarelli zeigt, wie Deutschland mit den Naziverbrechen konfrontiert wird.

Es ist 1958 – in Frankfurt ist der Wiederaufbau nach dem Krieg im vollen Gange. Die Wirtschaft brummt. In dieser Zeit entdeckt ein junger Anwalt Dokumente, die KZ-Wachleute von Ausschwitz belasten. Sein Wunsch, die Wahrheit ans Licht zu bringen, gefällt jedoch nicht jedem.

Der Film stellt den Konflikt zwischen denen dar, die die Vergangenheit im Zuge der nationalen Versöhnung vergessen wollen und denen, die Gerechtigkeit fordern.

Er zeigt auch, dass nicht nur Deutsche vergessen wollten. Auch in den USA hat die Entnazifizierung in den 60er Jahren keine Priorität mehr.

Der erste Film des deutsch-italienischen Regisseurs Giulio Ricciarelli ist nicht sehr originell, aber effektiv gemacht. Die Geschichte wird wie ein Krimi erzählt. Ein guter Film.