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Bootsflüchtlinge: UN-Appell an Thailand, Malaysia und Indonesien

In einem dringenden Appel haben Hilfsorganisationen Indonesien, Malaysia und Thailand zur Rettung der Bootsflüchtlinge aufgerufen. Es sei zutiefst

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Bootsflüchtlinge: UN-Appell an Thailand, Malaysia und Indonesien

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In einem dringenden Appel haben Hilfsorganisationen Indonesien, Malaysia und Thailand zur Rettung der Bootsflüchtlinge aufgerufen. Es sei zutiefst beunruhigend, dass diese Notleidenden ohne Nahrung, Wasser und Medikamente auf dem offenen Meer trieben, erklärten die Leiter des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sowie der UN-Menschenrechtskommissar und der UN-Sonderbeauftragte für Migration. UN-Sprecher Adrian Edwards sagte, die Zahl der Menschen, die im Moment auf den Meeren dieser Welt trieben, sei auf einem Rekordhoch. Ziel müsse es sein, Leben zu retten und Häfen offen zu halten.

Vor den Küsten Thailands, Malaysias und Indonesiens treiben nach Angaben von Menschenrechtlern Tausende Flüchtlinge unter elenden Bedingungen auf völlig überfüllten Fischerbooten. Kein angrenzendes Land will sie aufnehmen. Es handelt sich überwiegend um muslimische Rohingya aus Myanmar, die in ihrer Heimat verfolgt werden, sowie einige wenige Menschen aus dem muslimischen Bangladesch. Mehr als 1500 sind vergangene Woche teils stark geschwächt in Indonesien und Malaysia an Land gekommen. Seitdem halten Küstenwachen die Boote auf Abstand.

Die Philippinen haben Hilfe für die Bootsflüchtlinge auf dem Meer vor Malaysia und Indonesien angeboten. “Wir tun, was nötig ist”, sagte Präsidentensprecher Herminio Columa am Dienstag. “Wir haben Verpflichtungen, Asylsuchenden zu helfen”, sagte ein Sprecher des Außenministeriums.