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Proteste in Burundi: UN warnt vor "schwerer humanitärer Krise" in Flüchtlingslagern

In Burundi haben erneut tausende Regierungsgegner in den Straßen der Hauptstadt Bujumbura protestiert. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur Reuters

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Proteste in Burundi: UN warnt vor "schwerer humanitärer Krise" in Flüchtlingslagern

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In Burundi haben erneut tausende Regierungsgegner in den Straßen der Hauptstadt Bujumbura protestiert. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass Polizisten mit Tränengas und Gewalt gegen Demonstranten vorgingen. Diese warfen Steine nach den Beamten. Der Protest richten sich gegen die Pläne von Präsident Pierre Nkurunziza, für eine dritte Amtszeit zu kandidieren.

Meinung

Es ist eine wirklich komplexe Notfallsituation

Mehr als 110.000 Flüchtlinge – UN warnt vor humanitärer Krise

Wegen der instabilen Lage im Land sind UN-Angaben zufolge bisher mehr als 110.000 Burunder in die Nachbarländer geflohen. In Bussen kommen sie in Ruanda, im UN-Flüchtlingslager Mahama, an.

Der Großteil der Flüchtlinge sucht jedoch in Tansania Zuflucht. In Kigoma, in einem der größten Lager, werden die Nahrungsmittel knapp, die hygienischen Bedingungen verschlechtern sich. Und der Flüchtlingsstrom wird nicht abreißen, wie Kahido Maina, ein Arzt in Kigoma vermutet: “Unseren Schätzungen nach, sind in den letzten Tagen etwa 64.000 Burunder geflohen, sie werden auf verschiedene Orte verteilt. Und wir haben gehört, dass eine große Anzahl von Menschen noch kommen könnte. Viele sind wohl an der Landesgrenze, wir kennen die genauen Zahlen nicht, doch es ist eine wirklich komplexe Notfallsituation”.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation stieg die Zahl schwerer Durchfallerkrankungen im Flüchtlingslager Nyarugusu innerhalb einer Woche von 15 auf 1000 Fälle. Demnach sei in 15 Fällen eine Cholera-Infektion nachgewiesen worden.