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Liebesgrüße aus Tiflis

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Liebesgrüße aus Tiflis

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Der beeindruckende Blick von den Hügeln zeigt einen Patchwork-Teppich aus alten und neuen Stadtteilen, die die Geschichte von Tiflis widerspiegeln – von den Anfängen im 5. Jahrhundert bis zur neuesten Architektur. Auf den Hügel führt die längste und steilste Seilbahn der Welt, ein Muss für alle Touristen.

Die Altstadt überrascht die Besucher mit ihren engen Straßen und vielseitigen Gebäuden.

Es ist noch gar nicht lange her, dass der alte Stadtkern einen neuen Anstrich erhielt: Hinzu kamen neue gemütliche Cafés und kleine Läden. Die meisten Teile der Stadt werden über ein WLAN-Netz abgedeckt, das “Tblisi loves you” heißt.

Nach der langen Sowjetära und den Schwierigkeiten der 90er Jahre erfindet sich Georgien derzeit neu: Als ein offenes Land, das Touristen aus aller Welt willkommen heißt.

Tiflis sei eine großartige Stadt, schwärmt die Café-Besitzerin Rebecca O’Brian. Die Stadt sei sicher und günstig im Vergleich zu europäischen Standards. Eine Übernachtung koste hier umgerechnet bis zu 40 Euro.

Und der französische Tourist Jean-Claude Forestier meint, “die Menschen sind sehr gastfreundlich, die Küche ist gut. Die Stimmung ist sehr angenehm und einfach. Das Land ist offen und fast schon europäisch. Eine schöne Entdeckung.”

Zwischen der modernen und traditionsreichen Architektur stecken die berühmten Sehenswürdigkeiten der Vergangenheit noch immer voller Leben. Die Schwefelbäder sind seit Jahrhunderten in Betrieb. Bademeister Elcin Allahverdov erklärt, “das heiße Wasser entstammt aus den natürlichen Quellen, die 50m von hier entfernt entspringen. Dort wurde die Stadt gegründet. “tpili” heißt auf Altgeorgisch “warm”. Tiflis bedeutet also so viel wie warme Quellen.”

Religiöse Architektur und Kunst sind Sinnbild des georgischen Erbes. Georgien war eine der ersten Nationen in der Region, die sich zum Christentum bekehrte.

Vor den Stadttoren säumen alte Burgen, Klöster und Kathedralen die kaukasische Landschaft. Die heiligen Stätten ziehen Touristen und Pilger an.

Der georgische Künstler Guga Kotetishvili meint, “das Erbe verleiht Tiflis etwas Spirituelles. Damit meine ich nicht nur das Christentum. Hier stehen Kirchen, Moscheen, Synagogen und selbst ein zoroastrischer Tempel dicht beieinander. Die Mannigfaltigkeit ist ein schönes Beispiel eines Landes, in dem Europa auf Asien trifft.”