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Neue Freihandelszone in Afrika

26 Länder Afrikas haben nach fünf Jahren Verhandlungen eine neue Freihandelszone gegründet. Sie erstreckt sich über nahezu die Hälfte des Kontinents

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26 Länder Afrikas haben nach fünf Jahren Verhandlungen eine neue Freihandelszone gegründet. Sie erstreckt sich über nahezu die Hälfte des Kontinents. Über 600 Millionen Menschen leben in der neuen Handelsgemeinschaft. Bislang kommen sie zusammen auf ein Bruttoinlandsprodukt von etwa 900 Milliarden Euro – das ist etwa 60 Prozent Afrikas.

“Es wird jetzt entscheidend sein, dass die Regierungen diese Initiative weiter voranbringen”, sagte Lawan Gana Guba, Botschafter von Nigeria am Rande der Unterzeichnung der Verträge. “Die Internationale Gemeinschaft ist bereit, Partnerschaften mit Afrika einzugehen. Vor allem die Weltbank hat uns sehr unterstützt.”

Die Weltbank hatte von den Regierungen gefordert, die Kosten des Handels auf dem Kontinent zu senken. Bisher gab es mehrere unabhängige Handelsgemeinschaften in Afrika. Drei von ihnen werden mit der Unterschrift unter das Handelsdokument im ägyptischen Sharm el-Sheikh zu einer einzigen Freihandelszone zusammengefasst.

Die Mitglieder der neuen Freihandelszone haben hohe Erwartungen. Bislang wickeln afrikanische Staaten nur 12 Prozent ihres Handels untereinander ab. Wirtschaftsexperten in Afrika hoffen, dass diese Zahl auf 30 Prozent steigen könnte.

Bisherige Handelszonen in Afrika

  • COMESA: 20 Mitgliedsstaaten, darunter Ägypten, die Demokratische Republik Kongo und der Sudan
  • SADCC: 16 Mitgliedsstaaten, darunter Südafrika, Demokratische Republik Kongo und Angola. BIP zusammen knapp 650 Mrd. US$, ca. 300 Millionen Einwohner.
  • EAC: Nur fünf Mitglieder, darunter Kenia und Tansania. Einwohner 150 Millionen, BIP 110 Mrd. US$