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UNHCR plant Kampagne gegen Fremdenfeindlichkeit in Ungarn

Die Fronten im Streit um eine Anti-Immigrationskampagne der ungarischen Regierung könnten sich verschärfen. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR plant

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UNHCR plant Kampagne gegen Fremdenfeindlichkeit in Ungarn

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Die Fronten im Streit um eine Anti-Immigrationskampagne der ungarischen Regierung könnten sich verschärfen. Das Flüchtlingshilfswerk UNHCR plant nämlich eine Gegenkampagne. Ab 1. Juli sollen 500 Plakate des UNHCR im ganzen Land aufgehängt werden. Kitty McKinsey, eine Sprecherin des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen sagte, die Situation in Ungarn sei eine besondere. In den meisten Ländern seien es kleine Gruppen, die den Fremdenhass schürten. In Ungarn sei dies die Regierung. Sie sehe es aber als positives Zeichen an, dass die Reaktionen in der Öffentlichkeit auf die Regierungskampagne durchaus gespalten seien.

Meinung

Bei den Zahlen sieht die Sache ganz anders aus.

Ein Sprecher der ungarischen Regierung Zoltan Kovacs verteidigte die Kampagne der Regierung, bei der etwa Plakate mit der Aufschrift: “Wenn ihr nach Ungarn kommt, respektiert unsere Kultur” verwendet wurden. Er erklärte: “Wir haben bereits 50.000 illegale Grenzübertritte nach Ungarn. Wir verstehen den Standpunkt des Flüchtlingshilfswerks, aber bei den Zahlen, denen Ungarn gegenüber steht, da sieht die Sache ganz anders aus.”

Auch in anderen Ländern gibt es immer wieder Kampagnen, meist allerdings von Parteien und nicht von der Regierung organisiert, die die Flüchtlingsproblematik zum Thema haben. Hier sind einige Beispiele zu sehen.