Letzte Chance auf Einigung: Tsipras trifft Gläubiger-Spitzen in Brüssel

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Von Euronews  mit dpa, AFP, Reuters
Letzte Chance auf Einigung: Tsipras trifft Gläubiger-Spitzen in Brüssel

<p>Nächster und möglicherweise finaler Akt im griechischen <a href="http://de.euronews.com/2015/02/03/tsipras-und-die-quadratur-des-schulden-kreises/">Schuldendrama</a>. Der Athener Regierungschef Alexis Tsipras ist in Brüssel zu Gesprächen mit den Spitzen der drei Gläubigerinstitutionen zusammengekommen. Stunden zuvor hatte er kritisiert, einige Institutionen seien besonders hartnäckig darin, die Vorschläge seiner Regierung nicht zu akzeptieren. </p> <blockquote class="twitter-tweet" lang="en"><p lang="el" dir="ltr">Η επιμονή συγκεκριμένων θεσμών να μην αποδέχονται ισοδύναμα μετρά, δεν έχει ξαναγίνει. Ούτε στην Ιρλανδία ούτε στην Πορτογαλία. 1/2</p>— a.tsipras (@atsipras) <a href="https://twitter.com/atsipras/status/613649481708478464">June 24, 2015</a></blockquote> <script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> <p>Nach zuletzt vorsichtig positiven Rückmeldungen der Gläubiger betonte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem: “Wir haben noch Arbeit vor uns”. </p> <p><span class="caps">IWF</span>-Chefin Christine Lagarde, <span class="caps">EZB</span>-Chef Mario Draghi und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker berieten sich am Morgen mit Dijsselbloem und dem Chef des Euro-Rettungsschirms. Athen hatte zu Beginn der Woche <a href="http://de.euronews.com/2015/06/23/grosse-schritte-auf-den-letzten-metern-eu-und-iwf-hoffen-auf-annaeherung-mit/">neue Vorschläge zu Steuererhöhungen und Rentenkürzungen gemacht</a>. Vor allem der Internationale Währungsfonds hatte diese laut griechischen Medien jedoch als rezessionsfördernd bemängelt. </p> <p>Athen habe Gegenvorschläge abgelehnt, das wird aus griechischen Regierungskreisen berichtet. Demnach fordere der <span class="caps">IWF</span>, dass die von Athen vorgeschlagene Erhöhung der Unternehmenssteuern von 26 auf 29 Prozent nicht gelten sollte. Höchstens sollte diese Belastung 28 Prozent erreichen. Zudem sollen nach Ansicht des <span class="caps">IWF</span> die Renten gekürzt werden. Frührenten sollten ganz gestrichen werden und das durchschnittliche Rentenalter schon bis 2022, statt wie von Athen vorgeschlagen 2025, auf 67 angehoben werden. Zudem verlange der <span class="caps">IWF</span>, dass die Rüstungsausgaben um weitere 200 Millionen Euro gekürzt und die Mehrwertsteuer im Gaststättengewerbe auf 23 Prozent angehoben werden. “Der <span class="caps">IWF</span> besteht auf allgemeine Kürzungen. Eine Einigung ist demnach schwierig”, sagte Arbeitsminister Panos Skourlatis. Die deutsche Bundesregierung betonte, dass eine Einigung ohne den Internationalen Währungsfonds nicht möglich sei.</p> <p>Am Abend wollen die Euro-Finanzminister über die Vorschläge beraten. Bis zum Ende des Monats muss eine Einigung gefunden werden, sonst steht Griechenland vor der Staatspleite.</p>